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Kurzbeschreibung

Es kommt selten vor, dass das Verhältnis zwischen Malerei und Zeichnung, der Umgang mit Pinsel und Farbe beziehungsweise der Gebrauch rein grafischer Mittel, so ausgewogen und einander mitbestimmend ist wie bei Wolfgang Stifter. Bei ihm stimmt einfach die Balance. Beide großen Reservoirs und Möglichkeiten der bildenden Kunst als grundlegend verschiedenartige Techniken und doch zueinander in wesenhafter Korrespondenz stehende Antipoden des Schöpferischen weiß der in Ottensheim in Oberösterreich lebende Künstler adäquat umzusetzen …

Wolfgang Stifter verfügt über eine lockere, mitunter tänzerische, organisatorisch begabte Handschrift. Sie ist durch eine rasche, elastische Pinselführung gekennzeichnet. Dort wo es die Komposition verlangt, sorgt sie für kräftige Akkorde, Punktationen und genau kalkulierte Festlegungen, erweckt jedoch immer den Eindruck von Bewegtheit und Frische …

Wolfgang Stifter liebt die großzügige, ausufernde Form im Status nascendi, im Zeitpunkt des Werdens, der Gestaltannahme, der man sozusagen noch anmerkt, woraus sie geboren wurde. Es ist daher auch kein Zufall, wenn ein gewisser Hang des Malers zum Amorphen, zu einer sehr persönlichen, offenen Archäologie der Bildfindung in den jüngsten Werken durchschlägt …

(Peter Baum)


Rezensionen
Tips Linz-Land: Das Wechselspiel der Elemente

Stifter, 1946 in Ottensheim geboren, liebt und praktiziert in seinen Arbeiten ein Wechselspiel von grafischen und malerischen Elementen. "Die Gesamtheit innerhalb der vier Eckpunkte eines Bildes ist eines meiner Anliegen", erklärt Stifter, Professor an der Kunst-Universität Linz.

Banales und Hochwertiges
Inhaltlich stellt er gerne dem Banalen das Hochwertige gegenüber, der Abstraktion das Gegenständliche. Es kommt selten vor, dass das Verhältnis zwischen Malerei und Zeichnung, der Umgang mit Pinsel und Farbe beziehungsweise der Gebrauch rein grafischer Mittel, so ausgewogen und einander mitbestimmend ist, wie bei Wolfgang Stifter. "Bei ihm stimmt einfach die Balance", schreibt Prof. Peter Baum in dem Buch.

Lockerer Pinsel
Stifters Bilder sind geprägt von einer lockeren, raschen Pinselführung, die in einer ausgewogenen, kalkulierten Komposition enden. Archaische Formen korrespondieren mit kräftigen Farben. Gerne verwendet Stifter auch Schrift als inhaltliches und gestalterisches Element.

Serien und Zyklen
Das Buch beinhaltet ausschließlich Arbeiten auf Leinwand, die oft unter bezeichnenden Titeln zu Serien und Zyklen zusammengefasst sind. Während die Zyklen meist in sehr dichten Arbeitsphasen entstanden sind, erstrecken sich die Serien oft über mehrere Jahren. Auf 250 vierfärbigen Abbildungen sind alle wesentlichen Arbeiten von Stifter veröffentlicht. Viele frühere Arbeiten jedoch konnten nicht veröffentlicht werden, da sich ihr Standort nicht mehr feststellen ließ.

Chronologie
Begleitende Texte stammen von Peter Baum, Martin Hochleitner, Herbert Lachmayer, Florian Steininger und Brigitte Weingart. Den Abschluss bildet eine Chronologie von 1946 bis 2005.

(Rezension in: Tips. Total Regional, Ausgabe Linz-Land [?], Kalenderwoche 45, 2006, S. 8)