Warenkorb
0€ 0

Kurzbeschreibung

Dichter!

Ja, spürst du nicht, wie deine Worte speicheln,
Wie sie in lyrischer Garrotte Atem schinden,
Wie Reimamine aus dem Tod sie schmeicheln,
Wie die Figürchen herzig decoupiert sich aus der Feder winden?
Tintengalaktagogum soll sie blähen –
Dieu le veut –, bis sie verseucht erblinden!
Gut kannst Du modisches Gewebe nähen,
Schmiegt sich die Form nicht lüstern an den Inhalt,
Das Versbeinchen laß fesch von Wirkware umwehen,
Lyrisches Hürchen, daß dir wer den Gin zahlt!
Mit algenglattem, glitschiggrünem Kieselleben
Büßt du für kümmerliche Ewigkeiten,
Charmeur, die dich aus ödem Leben heben,
Vom dekrepiten Leser laß Dich leiten,
Du, Maßstab internationaler Größen,
In Gramm faß die Fadesse deiner Seiten!
Vergiß die Pathorgie nicht zu entblößen,
Dann magst Du Dir den Orden selbst verleihen,
Dekorateur, und in der Sonne … dösen …