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Kurzbeschreibung

Und dann stach ich zu. Plötzlich stand der junge Mann neben mir, sein schlanker Hals bot sich mir an, ich nahm sein schönes Profil wahr, und ich stach zu. Das Messer drang ein, weich, widerstandslos. Und ich stand und sah zu, wie er stand. Lautlos, ein Standbild. Dann schwankte er. Ich ließ den Griff los und schaute blind. Sah nicht das Blut, das über seinen Kragen quoll. Dann sank er um, lautlos. Menschen kamen herbeigeeilt und streckten die Hände aus, als wollten sie den Gestürzten auffangen. Ich erwachte. Und lag wehrlos, willenlos im Abenddämmer, als sei ich die Getötete. Dann erschrak ich und dachte, halb bewußt: Wieso habe ich getötet? Gemordet? Schuldig? Schuldlos? Wer war das Opfer? Wem sah er gleich? Peter? Niemals, der ist doch um Jahre älter! Mordgelüste nach meinem Mann? Das wäre mir nie eingefallen. Nie im Traum …