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Kurzbeschreibung


„In den Sommerferien gab es keinen Tag, egal bei welchem Wetter, an dem ich nicht im Bach gewesen wäre. Aber auch im Winter vergaß ich meine Fische nicht. Die Fische in den Tümpeln nächst unserem Haus wurden beim Sauabstechen jedes Jahr zu Weihnachten mit den Abfällen gefüttert. Sie sollten ja wachsen, denn ich dachte mir: 'Der nächste Sommer kommt bestimmt.' Und er kam so sicher wie das Amen im Gebet und die Fische hatten wieder die liebe Not mit mir …“

Humorvoll schildert Gerhard Weissensteiner seine Kindheit und Jugend als Sohn eines Holzknechts in Brunnbach bei Großraming. Vieles hat sich seit damals verändert, Tourismus und Technik haben mittlerweile Einzug gehalten und den Alltag neu gestaltet. Der Blick zurück bleibt trotz allem frei von nostalgischer Verklärung und zeigt das damalige Leben mit all seinen guten wie auch schlechten Seiten.


Rezensionen
Sabine Thöne: Erzählungen eines Holzknechtbuben aus Brunnbach

Der gebürtige Großraminger Gerhard Weissensteiner erinnert sich in seinem Buch an seine Kindheit im Brunnbachtal. Die Buchpräsentation findet am 29. Juni im Brunnbachstadl in Großraming statt.

Gerhard Weissensteiner ist vielen in Steyr ein Begriff. 25 Jahre hat der Polizist als Verkehrserzieher bei Tausenden Schülern die Radfahrprüfung abgenommen. Nur die wenigsten wissen, dass der gebürtige Großraminger der Sohn eines der letzten Holzknechte ist. Die lebendigen Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend hat der Schiedlberger nun in Buchform gegossen.

Weissensteiner beschreibt in kurzen, amüsanten Episoden die Jahre von seiner Einschulung bis zum Ende der Lehrzeit als Kellner im Restaurant Taborturm in Steyr 1973. Sechs Jahre später heuerte er bei der Polizei Steyr an. Sieben Jahre lang hat er nebenberuflich auch das Sportheim der Polizei-Sport-Vereinigung Steyr geführt.

Heimat und Paradies
„Der Brunnbach war für mich Heimat und Paradies“, schwärmt Weissensteiner. Er wuchs mit zwei Schwestern und vielen Haustieren in einem Forsthaus auf, die Familie war Selbstversorger. Im neuen Buch fand natürlich auch der eine oder andere Lausbubenstreich seinen Niederschlag. Der Blick zurück ist frei von nostalgischer Verklärung, ein Schuss Humor darf nie fehlen.

„Es war keine Absicht, ein Buch zu machen“, erzählt Weissensteiner, der seit 2006 krankheitsbedingt und schweren Herzens in Pension ging. Zur Dickdarmerkrankung gesellten sich Depressionen. Die renommierte Chirurgin Hildegunde Piza-Katzer von der Universitätsklinik Innsbruck riet ihrem Patienten zum Schreiben. „Diese Frau hat mir der Herrgott geschickt“, sagt Weissensteiner. Das Konzept ging auf, das Schreiben half ihm über die schwere Zeit hinweg. Derzeit arbeitet der Ex-Polizist an seinem zweiten Buch, in dem er seine Leidensgeschichte aufarbeitet.

(Sabine Thöne, Rezension in: Bezirksrundschau Steyr, 31.5.2013)


http://www.meinbezirk.at/steyr/chronik/erzaehlungen-eines-holzknechtbuben-aus-brunnbach-d577805.html