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Kurzbeschreibung

In anderen Ländern gibt es Gaststätten mit dem düsteren Namen "Zur letzten Patrone" als Erinnerung an blutige Schlachten, wieder in anderen heißt ein Gasthaus "Zur letzten Instanz", weil hier einmal ein Hochgericht mit Rad und Galgen situiert war. Das Gasthaus "Zur ewigen Ruh" verbürgt hingegen (auf den ersten Blick) gediegen und zurückhaltende Gastlichkeit. Die Bezeichnung weist aber auch diskret darauf hin, daß Leben und Sterben innig miteinander verbunden sind, sie suggeriert gleichsam eine fromme Fröhlichkeit. Allerdings deutet diese seltsame Wirtshausbezeichnung auch auf eine, die am Rande von Tod, Friedhof und Sterben "zu Fleiß" sich breitmacht. Der Ausdruck hat gewissermassen das Odium einer alten Wallfahrtsstätte, wo es bekanntlich bußfertig und fröhlich zugleich zugeht. Wenn man eintritt und eindringt in die "Ewige Ruh", dann wird man bald erkennen: Gar so ruhig ist die "Ewige Ruh" nicht, so wenig wie die Zeiten "ruhig" und "ewig" sind. So wird das Wirtshaus zu einem fatalen Symbol. Der Platz neben dem Friedhof läßt Trotz und Aufmüpfigkeit erkennen. Also: "Hereinspaziert in die heiligen und unheiligen Gefilde der Ewigen Ruh!"