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Kurzbeschreibung

Mit diesem spannenden Krimi setzt der Autor seine ironischen Beobachtungen typisch menschlicher Verhaltensweisen fort, wobei wiederum das Mühlviertel zum zentralen Schauplatz wird.



Rezensionen
Hertwiga Kröss: Mord in den besseren Kreisen einer Mühlviertler Kleinstadt. (DR)

Die Bevölkerung von Perg bekommt innerhalb weniger Tage Gesprächsstoff für Jahre: Erik, ein pensionierter Finanzbeamter, wurde in seiner Badewanne ermordet. Mit einem einzigen Hieb auf den Kopf erschlagen. Wenige Tage später findet ein Liebespärchen in einer abgelegenen Waldhütte einen toten Bauunternehmer - mit einer Hacke erschlagen. Kommissar Dörr aus Linz hat es mit den Ermittlungen nicht leicht, denn die Familien und Freunde der Toten geben sich sehr zugeknöpft und sind nicht bereit zur Kooperation, was wiederum Dörr in seinem Gefühl bestärkt, dass diese beiden Mordfälle irgendwie zusammenhängen. Er hat herausgefunden, dass in diesem Waldhaus wilde Partys gefeiert wurden, und so setzt er seine Hoffnung auf jene noch zu ermittelnden Damen, die mit von der Partie waren. Bei diesen Recherchen springt ihm der Fall der jungen Betty ins Auge, die in Perg vor Jahren Selbstmord beging, wobei die Gründe nie wirklich eruiert werden konnten, nur die Gerüchte sprechen von Vergewaltigung. Dörr arbeitet sich immer tiefer in die morbide Scheinwelt der Oberschicht hinein, die Lösung aber liefert diese ungewollt selber durch Hass, Gier und Neid.

Der Autor, selber aus dem Mühlviertel, vermittelt sehr glaubhaft die Beschaulichkeit der Provinzgesellschaft, hinter deren gutbürgerlicher Fassade sich die menschlichen Abgründe verbergen. Der schmale Band mit nur gut 100 Seiten ist eine erquickliche Lektüre und auch für Krimi-Abstinenzler empfehlenswert.

(Hertwiga Kröss, Rezension in: bn.bibliotheksnachrichten, [?])


http://www.biblio.at/rezonline/ajax.php?action=rezension&medid=56073&rezid=27467