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Kurzbeschreibung

Auf einer unendlich weiten Wiese stand mitten darauf ein Baum, der war so schön, daß die Sterne jeden Morgen vom Himmel herunter kamen, um in seinen Zweigen zu schlafen.

Die Sterne aber waren aus purem Golde und wenn sie am frühen Abend zurück zum Himmel wanderten, blieb immer etwas Gold von ihnen an den Zweigen zurück.

So kam es, daß er bald über und über mit Gold bedeckt war und heller strahlte, als die Sterne und der silberne Mond.

Der alte Mond aber wollte nicht glauben, daß einer heller leuchtete als er und deshalb stieg er von seinem Dachboden im Himmel, wo er wohnte, zur Erde herab.

Bald kam er zu dem goldenen Baume, der auf einem kleinen Hügel stand und weil das Gras noch voll Morgentau war, rutschte er aus und purzelte den Hügel hinab, so daß die Laterne, die er immer mit sich trug, wenn er im Morgengrauen eine Wanderung unternahm, zerbrach.

"Ach, was mache ich jetzt nur", jammerte der Mond, "wie soll ich denn ohne Licht wieder zurück auf meinen Dachboden finden", und über seine runden Backen rannen zwei silberne Tränen.