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Kurzbeschreibung

[Katalogred.: Petra Noll]


Arbeiten von 16 Künstlerpersönlichkeiten aus ganz Westdeutschland vom Ende der 60er Jahre. Die späte Jugend dieser in den 30er und Anfang der 40er Jahren geborenen Künstler fällt in eine für Europa und ganz besonders auch für Deutschland aufregende Zeit.

"Deutschland fliegt zum Mond" – die sogenannten "68er" sind in die Geschichte eingegangen als die Jahre der Utopien, Innovationen und Traditionsbrüche. Sie sind einerseits geprägt von dem Glücksgefühl über einen neu erreichten Wohlstand und dem schwärmerischen Glauben, nach dem Mond auch noch ganz andere Welten erobern zu können. Andererseits aber rebellierte eine engagierte Jugend gerade gegen diesen Kapitalismus, gegen "Konsumzwang", die unmenschliche Seite der Technisierung, tradierte Moralvorstellungen des Establishments sowie gegen Krieg und Rassendiskriminierung. Alles wurde in Frage gestellt und alles, was der Freiheit des Individuums entgegenstand, als Repression empfunden. Und wenn auch die meisten Träume sich im nächsten Jahrzehnt als unerfüllbar erwiesen, wurden doch in den 60er Jahren die Wurzeln für radikale Neuerungen, auch in der Kunst, ausgebildet.