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Kurzbeschreibung

Als wir die Brücke über den Donaukanal betraten, gewahrte ich, wie unter den Jochen hervor ein dunkler Gegenstand auf den Fluten trieb, in welchem ich die Umrisse einer weiblichen Gestalt zu erkennen glaubte. Gleichzeitig mit mir mussten ihn andere bemerkt haben; es entstand ein Zusammenlauf am Geländer; Rufe nach Rettung wurden laut, und wirklich stieß in einiger Entfernung ein Kahn ab, dessen Bemannung die Verunglückte mittels langer Enterhaken ans Ufer zog und am Fuße eines Gaskandelabers niederlegte. Dorthin strömte jetzt eine zahlreiche Menschen­menge; ich und mein Begleiter wurden unwillkürlich mit fortgerissen.

Kaum aber hatte Walberg einen Blick in das bleiche Antlitz des Weibes getan, als er mich mit einem unterdrückten Aufschrei beim Arm ergriff und fortziehen wollte. Er fasste sich aber gleich wieder, trat auf die Sicherheitswache zu, die sich eingefunden hatte, und wechselte mit dem Manne einige Worte.

Mittlerweile hatte man Vorkehrungen getroffen, die, wie es schien, bereits Entseelte in die nächste Rettungsanstalt zu bringen. Wir schlossen uns dem traurigen Zuge an und traten, indes die Menge draußen zurückgehalten wurde, bei dem Wundarzte ein. Während dieser mit seinem Gehilfen im Nebenzimmer Belebungsversuche anstellte, sank Walberg erschöpft in einen Stuhl und schrieb einige Worte auf ein Blatt Papier, welches er aus seinem Notizbuche losgetrennt hatte.