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Kurzbeschreibung

Ich blicke auf das Photo, das mich im langen weißen Kleid zeigt, das ich kokett seitlich hochhebe. Mein Haar ziert ein weißes Kränzchen. Meine Schwester neben mir im kurzen Kleidechen; wie muss sie gelitten haben, – und rechts von mir mein Bruder mit einer lustigen Feder auf dem Hut.

Das Kleid war unbefleckt.

Ich beschäftigte mich mit dem 6. Gebot und konnte nicht herausfinden, was unkeusch war. Einmal zeichnete ich Eisläuferinnen mit überdimensionalen Busen. Meine Mutter stellte mich zur Rede, da wurde ich über und über rot.

Meine Mutter hat mich nie aufgeklärt. Aber hellhörig wie ich war, wurde mir durch ein ordinäres, verschlüsselt erotisches Gedicht alles klar.

Es begann: "Banane, Zitrone."

Niemand würde in so einem Anfang etwas Schwüles wittern. Es folgten noch andere Früchte, die geheime Sexsymbole enthielten, bis zu dem orgiastischen Schlusssatz, der mich aufklärte. Damit war alles klar, niemand konnte mir mehr etwas vormachen.