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Kurzbeschreibung

Das Buch „Die Schallaburg im Bild: Vom Barock bis zur Gegenwart“ betritt Neuland. Es präsentiert über 50 Bilddokumente zur Schallaburg aus 300 Jahren, aus welchen hier fünf ausgewählt wurden.

Vom barocken Stich bis zur frühen Postkarte, von der Totalen bis hin zu baulichen Details spiegelt diese Auswahl die Vielfalt an Schallaburg-Ansichten mehrerer Epochen wider - eine Vielfalt im Technischen, Motivlichen und in der künstlerischen Sicht auf das prächtige Renaissance-Schloss.


Rezensionen
Anita Kiefer: Das Schloss im Blick

Schallaburg / Darstellungen des Mostviertler Renaissancebauwerkes aus den Jahren 1650 bis 1970 zeigt ein neuer, beeindruckender Bildband.

Auf der Suche nach der ältesten Darstellung der Schallaburg begibt sich Herausgeber Ralph Andraschek-Holzer im Buch „Die Schallaburg im Bild.“ Wenn er die nicht wirklich gefunden hat, so ist er mit dem Buch seinem Vorhaben zumindest ein großes Stück näher gekommen.

Gezeigt werden über 50 Postkarten, Fotografien und Gemälde des Mostviertler Renaissanceschlosses im Bezirk Melk zwischen 1650 und 1970 – gegliedert in sieben Kapiteln.

Gesamtansichten wechseln da einander mit Schallaburg-Bildzyklen und dem Schloss in seiner Umgebung ab. Auch einem Vergleich mit Bildüberlieferungen der Schlösser Greillenstein, Ernstbrunn und Rosenburg wird die Schallaburg unterzogen. Mit dem Fazit, dass zahlen- und motivmäßig die Bildüberlieferungen der Schallaburg so gar nicht einzigartig sind. Sondern dem für viele niederösterreichische Adelssitze üblichen Ausmaß entsprechen.

Herausgeber Andraschek-Holzer fasst zusammen: „Die Darstellungen erlauben, bauliche Veränderungen nachzuvollziehen. Zeitliche Eckpunkte sind das Anlaufen der Ansichtskartenproduktion Mitte des 17. Jahrhunderts und die Restaurierung des Schlosses vor der NÖ Landesausstellung ‚Renaissance in Österreich‘ 1974 und damit der Start der Schallaburg als Ausstellungszentrum.“

Von Barock bis zur Gegenwart nämlich reist der Leser in diesem Bildband – und kommt dabei etwa vorbei am Schallaburg-Stich von Matthäus Merian d. Ä. aus 1656, auf dem das Schloss sein Umland dominiert. Oder an der Darstellung Georg Matthäus Vischers, der den zu dieser Zeit (1672) noch jungen Renaissancetrakt in die Bildmitte setzt und das Schloss als Herrschaftszentrum zeigt. Rund 70 Jahre davor wurde die Errichtung des Arkadenhofs der Schallaburg und dessen einzigartiger Terrakotta-Schmuck fertiggestellt.

Vernachlässigtes wird nach 1900 bebildert
Diese Ansicht rückt etwa bei Georg Niemann 1888 oder bei Rudolf Pichler 1925 (kleines Bild) ins Zentrum des künstlerischen Interesses. Der Arkadenhof nämlich wurde vor 1900 kaum bebildert. Ab da beginnen die Darstellungen, auch vernachlässigte Teile der Schallaburg vor den Vorhang – oder auf das Bild – zu holen.

(Anita Kiefer, Rezension in: Niederösterreichische Nachrichten, 10.6.2013)


http://www.noen.at/nachrichten/noe/kultur-gesellschaft/Das-Schloss-im-Blick;art79522,466880