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Kurzbeschreibung

Für das „perforate diary“ verwendete ich Bilder aus meinem privaten Umfeld, aber auch aus dem öffentlichen Bereich, den unterschiedlichsten Medien wie zum Beispiel den Werbeaussendungen, dem Internet, dem Fernsehen … usw. Abbildungen, die oft nur kurz wahrgenommen werden – immerhin so lang, bis die Entscheidung getroffen ist, das Wahrgenommene als Information aufzunehmen oder zu verwerfen: der abgebildete aufblasbare Plastikpool aus dem Baumarktflyer oder das im Web „gefundene“ Bild, während ich ein anderes suchte. So kann das private Foto meiner Tochter, die mir ihre erste Zahnlücke zeigt, neben einem Detail stehen, das das Zeitinsert einer Sportübertragung zeigt.

Durch den Malprozess, der einerseits eine Art persönlicher Filter darstellt, andererseits als Abstraktionsmittel eine Bildhaftigkeit schafft, werden die unterschiedlichen Bilder aus ihrem Zusammenhang herausgelöst, sie können nun nebeneinander betrachtet werden und Rangordnungen, Hierarchien fallen weg. Die Grenze zwischen privater und medialer Realität löst sich auf. Die kurzen Texte sind „Fundstücke“ aus dem privaten und öffentlichen Bereich und spiegeln das Konzept der Herkunft der Bilder wider.

(Alfred Grubbauer, Jänner 2008)