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Kurzbeschreibung

Hrsg. von Claudia Widder und Roland Widder
Mit Texten von Matthias Boeckl, Walter Koschatzky und Claudia Widder.


Erich Schmid ist ein wichtiger Vertreter jener Richtung der Pariser Nachkriegs-Szene, die – auf der »Verliererseite« im damals tobenden Richtungsstreit der modernen Malerei zwischen figurativer und abstrakter Gestaltung – in malerisch-psychologisierender Manier Sujets und Stilelemente expressionistischer und surrealistischer Strömungen der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg auf eine betont kultivierte Weise weiterentwickelte. Schmids meist menschenleere Bildszenerien, dunkle Gassen mit spärlich erleuchteten Fenstern, Stilllebenobjekte, die nichts von sich erzählen wollen, haben auch schon zur Etikettierung mit einem »metaphysischen Realismus« geführt. Wenngleich Schmids Leben aufgrund seiner Flucht vor den Nazis nur schwer greifbar ist und sich in großen Teilen der Nachwelt entzieht, seine Bilder tun es nicht. In ihnen lebt ein Stück Vergangenheit eines Wiener Exilkünstlers weiter, das für den sensiblen Betrachter der Gegenwart erfahrbar wird.