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Kurzbeschreibung

Alois Riedl. [Hrsg. von Annerose Riedl ...]


Meine Tinte
kann so schön
ins Blaue schreiben
sie darf das
ich liebe
meine Tinte
und ihren herrlich
blauen Charakter
es gibt
eine große Sehnsucht
zueinander



Nach Durchsehen (sehen?) vieler Arbeiten nichts Goldenes entdeckt, das formale Einerlei halbwegs gemieden. Einerseits lang Vorhandenes beiseite gelegt, um es genauer zu betrachten, andererseits nicht Vorhandenes sollte gemacht werden. Das nicht Vorhandene wäre wichtig. Darüber jammere ich mich an. Selbstbejammern tut manchmal gut, ein malender Bejammerer. Was haben selbst die Großen so alles aus sich herausgejammert. Das ist kein Altweiberzustand (der alte Rembrandt hat so eine schöne vorbeihuschende Altweiberlichkeit). Grecos Figuren jammern zum Himmel, eine herrliche Malerei. Bei dem großen Rubens jammern einem tausend pralle Weiberärsche entgegen, ein Reigen von rosa Fleisch. Bei Goya jammern die Klageweiber, bei Cézanne die Kollegen, bei Mondrian jammert das Grammophon »Boogie Woogie«.