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Kurzbeschreibung

[Katalogred.: Gabriele Spindler]


1891 in Breslau geboren, verbrachte Franz Sedlacek seine Kindheit und Jugend in Linz. Bereits während der Schulzeit begann er seine autodidaktische künstlerische Arbeit. Nach seinem Chemiestudium arbeitete er als Kustos im Technischen Museum in Wien, betrieb jedoch seine künstlerische Tätigkeit zeitlebens aktiv weiter. 1927 wurde er Mitglied der Wiener Secession. Sedlacek zählt zu den bedeutendsten österreichischen Künstlern der Zwischenkriegszeit.

Die Beschäftigung mit der Karikatur stand am Beginn von Sedlaceks künstlerischen Aktivitäten, bereits während seiner Linzer Schulzeit entstanden humoristische Zeichnungen. Seine ersten Veröffentlichungen erfolgten in satirischen Zeitschriften wie "Die Muskete" und "Simplicissimus". Stilistisch ist sein Frühwerk vom Jugenstil geprägt, wobei fast ausschließlich graphische Arbeiten entstanden. Sehr früh begann auch seine literarische Betätigung, die Aufführung humoristischer Theaterstücke blieb jedoch auf den Freundeskreis beschränkt.

Ingesamt ist sein Œuvre von phantastischen und magisch-surrealen Bildthemen bestimmt, weshalb er stilistisch im allgemeinen zwischen Magischem Realismus und Neuer Sachlichkeit eingeordnet wird. Eigenartige Mischwesen, skurrile Gestalten in unheimlichen Landschaften bevölkern seine Bilder, die bisweilen eine elegische oder beunruhigende Atmosphäre vermitteln. Alle Arbeiten Sedlaceks sind von äußerster Detailgenauigkeit und Präzision in der malerischen bzw. graphischen Ausführung gekennzeichnet.