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Kurzbeschreibung

Aufl. d. Vorzugsausg.: 99 Exempl.

Hrsg. von Andrea Welker


Beiträge u. a. von Hermann Beil, Wolf Biermann, Ria Endres, Hans Magnus Enzensberger, Péter Esterházy, Joachim Kaiser, Erwin Leiser, Péter Nádas, Gaston Salvatore, George Steiner, Stanley Walden, Andrea Welker, Ernst Wiener, Wolf Wondratschek, Peter Zadek

Fotos u. a. von Jörg Höpfner, Isolde Ohlbaum, Andreas Szalla, George Tabori & Ursula Tabori-Höpfner, Martin Vukovits



Ein Hommage-Buch über George Tabori und seine Arbeit herzustellen, ist vermutlich hybride. Keines zu machen wäre eine Unterlassung. Jeder von uns hat seine persönliche Vorstellung davon.

Für mich selbst schließt sich mit diesem Buch eine Zeit, die immer der eigentlichen Zeit um einiges voraus – vorausgeeilt – war, auf der Trauer der Vergangenheit.

Ich danke allen, die sich an ihre Zeit mit George Tabori erinnern, dafür geschrieben, fotografiert, gearbeitet, gelitten und gelacht zu haben.

(Andrea Welker)


Rezensionen
Heike Langensiepen:

Eine bibliophile Liebeserklärung, eine Hommage an einen großartigen Theater-Menschen: Zum 80. Geburtstag von George Tabori präsentiert die Münchner Autorin Andrea Welker einen exquisiten Bild- und Textband. Kostbar aufgemacht bietet er nach biographischen Stationen gegliedert, eine überlegt komponierte Textfülle von Freunden, Regisseuren, Schauspielern, Mitarbeitern, Essayisten und Kritikern und natürlich vom Meister selbst: fundierte Aufsätze, Briefe, Interviews, Gedichte, Festreden – heiter-besinnlich bis tiefgründig – darunter immerhin auch einige Originalbeiträge, etwa vom Burgtheater-Chefdramaturgen Hermann Beil, von Wolf Wondratschek, Bernd C. Sucher, Hanna Schygulla oder Martin Fried.

Das Buch gibt selbstverständlich auch die verschiedensten Antworten auf die Fragen, wer Tabori ist, was so sehr an seiner Persönlichkeit fasziniert? Für Regisseur Peter Zadek ist Tabori "ein humaner, witziger, frecher, ehrlicher, rotziger, aggressiver Mensch, wie man ihn in unserer langweiligen ausgewogenen Öffentlichkeit selten, wenn überhaupt findet." Brecht-Tochter und Schauspielerin Hanne Hiob schätzt an Tabori "seinen Anti-Faschismus, seinen bösen Humor, seine Einstellung zu Brecht."

"George ist im Grunde kein Regisseur im theaterüblichen Sinn, sondern ein Animatus, der die Phantasie von Schauspielern anregt und befreit", schreibt der Schauspieler Gert Voss. Auch bei den üppig eingestreuten Fotos reicht das Spektrum von Szenen aus Taboris Inszenierungen bis zu Bildern aus seinem Familienalbum ... Alles in allem ein ganz persönliches Buch – nicht nur über die Theater-Kunst, sondern auch ein Plädoyer für die Lebenskunst: ein tolles Buch, ein Schatz – aber auch zu einem stolzen, fast übermütigen Preis.

(Heike Langensiepen, Rezension in: Die Deutsche Bühne 8/1994)


Peter Roos: Biografie und mehr: Ein Gedicht vor Gericht

Da greift man lieber zurück auf den Über-Band George Tabori – Dem Gedächtnis, der Trauer und dem Lachen gewidmet, den Andrea Welker im lukullischen Großformat auf 360 Seiten reich ausgestattet ebenfalls in der Bibliothek der Provinz vorgelegt hat. Hohe Schule der Buchkunst ist diese Hommage, in der Foto und Essay ineinander pulsieren und so kongenial das Profil des Protagonisten nachfahren.

(Peter Roos, Rezension in: Die Zeit, 51/2003)


http://www.zeit.de/2003/51/L-Tabori/seite-2