Warenkorb
0€ 0

Kurzbeschreibung

Was mit einem tödlichen Irrtum in einem Wiener Restaurant beginnt, setzt sich in einer beispiellosen Mordserie im Mühlviertel fort. Treibt da ein Serientäter sein Unwesen? Ein nicht enden wollendes Katz- und Maus-Spiel!

Alle Beteiligten geben sich ahnungslos. Auch die Polizei, deren langjähriger Chefermittler Leo Dörr in den Ruhestand getreten ist. Oder es zumindest vorhatte ... Die auf seltsame Weise miteinander verketteten Todesfälle lassen ihm keine Ruhe.
"So weit kommt es noch, dass die Ahnlvergiftungen in Zukunft in ein staatliches Euthanasieprogramm aufgenommen werden."



Rezensionen
Bernhard Leitner: „Wiener kaufen meine Bücher, weil sie etwas übers Mühlviertel lesen wollen“

Krimi von Ernst Reinhard Schöggl wurde in Deutschland zum „Buch der Woche“ gekürt.

Die Vereinigung „Das Syndikat“ vereint die namhaftesten Vertreter der deutschsprachigen Spannungsliteratur. 600 Autoren sind hierin vertreten. Unter ihnen: der Perger Ernst Reinhard Schöggl, dessen aktueller Roman „Giftküche Mühlviertel“ dieser Tage zum „Buch der Woche“ gekürt wurde.


Wie groß ist die Freude, dass Ihr Krimi „Buch der Woche“ ist?

Schöggl: Ich fühle mich da schon sehr geehrt. Immerhin sind im Syndikat 600 Autoren aktiv, und da möchte natürlich jeder einmal in der Auslage ganz vorne stehen. Dass mir das jetzt nach „Clamlinde“ bereits zum zweiten Mal gelungen ist, zeugt schon irgendwie von einer gewissen Wertschätzung meiner Kolleginnen und Kollegen.

Wie der Titel vermuten lässt, geht es in „Giftküche Mühlviertel“ um Giftmorde. Wie kamen Sie auf dieses Thema?

Ganz einfach: Es war ein Wunsch meines Verlegers. Aber wie ich mich dann näher damit beschäftigt habe, bin ich schon draufgekommen, dass das durchaus einen aktuellen Hintergrund hat. Durch die Einsparungen bei den Abteilungen für Gerichtsmedizin sind die verbliebenen Standorte überlastet. Und wer kann schon so genau sagen, ob eine Medikamentenvergiftung freiwillig erfolgte oder ob da jemand nachgeholfen hat?

Sie haben die Handlung einmal mehr zwischen Perg, Naarn und Saxen angesiedelt. Ein Markenzeichen?

Es ist sicher meine persönliche Linie, die ich hier verfolge. Ich schreibe nur über etwas, wo ich mich auskenne – und das ist nun einmal das Untere Mühlviertel. Ich habe das Glück, dass ich mit meinen Krimis zu einer Art Platzhirsch hier in der Region geworden bin. Und die Leser wollen das auch. Das höre ich immer wieder bei meinen Lesungen. Sogar die Wiener sagen, dass sie meine Bücher kaufen, weil sie wieder etwas über das Mühlviertel lesen wollen.

Also besteht die Leserschaft nicht nur aus Pergern?

Keineswegs. Die Bücher werden sogar – natürlich in kleinerer Stückzahl – in Deutschland verkauft. Auch dort schätzt man offenbar das Mühlviertel und die Eigenheiten der hier lebenden Menschen.

Etwa den Max, der auch im neuen Buch wieder im Gasthaus zu philosophischen Höhenflügen ansetzt?

Der Max Derndorfer ist ein alter Freund von mir, der mich ja auch bei meinen Lesungen oft begleitet. Er hat mir gestattet, dass ich ihn bei meinen Büchern einbaue. Die Dialoge, die er mit dem Medizinalrat führt, habe ich natürlich erfunden. Aber wer den Max kennt, weiß, dass sie so oder so ähnlich durchaus stattgefunden haben könnten.

Es gibt einen gar nicht so unwesentlichen Abschnitt, der das Leben der Legionäre im Fußball-Unterhaus schildert. Ein Lückenfüller oder steckt da mehr dahinter?

Das sind Dinge, die ich als Fußballtrainer in der ersten Reihe miterlebt habe. Und da war diese Begegnung mit Stefan, einem Rumänien-Flüchtling. An einem nebligen Novemberabend stand er mit einem Nylonsackerl am Fußballplatz in Pabneukirchen und bat darum, mitspielen zu dürfen. Weil an diesem Tag nicht viele da waren, habe ich zugesagt. Und dann hat der gespielt und mir sind fast die Augen rausgefallen: So einen guten Kicker hatten wir im Mühlviertel noch nie und werden wir wahrscheinlich auch nie wieder haben. Leider ist er recht jung an Krebs verstorben. Er war überzeugt, dass er im Waisenhaus in Rumänien unwissentlich als Versuchskaninchen für Experimente herhalten musste und dabei vergiftet wurde. Ich wollte mich mit diesem Buch bei ihm und seiner Familie bedanken.

Ist schon ein Nachfolger in den Startlöchern?

Ich arbeite an einem Text über die Sturmmühle in Saxen. Außerdem kommt ein Beitrag für eine Anthologie des P.E.N.-Clubs über Weihnachten. Die Arbeit geht mir nicht aus.

(Bernhard Leitner interviewte Ernst Reinhard Schöggl, Oberösterreichische Nachrichten, 12. September 2013)


http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/muehlviertel/Wiener-kaufen-meine-Buecher-weil-sie-etwas-uebers-Muehlviertel-lesen-wollen;art69,1193230

ulo: Schöggl "mordet" im neuen Krimi mit Gift

"2013 steht im Zeichen des Bösen", meint der Perger Krimiautor Ernst Schöggl. Grund für diese düstere Prophezeiung dürfte aber zum Glück nur sein brandneues Buch "Giftküche Mühlviertel" sein, das im Verlag Bibliothek der Provinz erschienen ist. Gerade richtig, um bei den Lesern auch an heißen Tagen für Gänsehaut zu sorgen. In seinem 13. Buch beschäftigt sich Schöggl mit Giftmorden: "Viele davon werden nicht aufgedeckt, die Dunkelziffer ist sehr hoch. Gift wird oft als Verschleierungsmittel benutzt, zum Beispiel bei Autounfällen oder wenn einer aus dem Fenster fällt, dem durch Gift schlecht oder schwindlig war. Der stirbt an den Unfallfolgen und keiner merkt, dass er eigentlich vergiftet worden ist." Gemordet wird bei Schöggl diesmal von Wien ausgehend bis ins Mühlviertel. Chefermittler Leo Dörr, eigentlich in Pension, vermutet bei einer Reihe von Toten einen Zusammenhang und beginnt auf eigene Faust mit Ermittlungen. Schöggl schreibt schon am nächsten Buch: "Halb Doku, halb Erzählung über die Sturmmühle." […]

(ulo, Rezension in: BezirksRundschau Perg, Nr. 28, 11. Juli 2013)


Markus Hochgatterer:

[…] Das neue Werk von Ernst Reinhard Schöggl zeichnet sich wieder durch viel Lokalkolorit aus und bleibt - wie bei Schöggl üblich - bis zur letzten Seite spannend. Ebenso enthalten sind in Humor verpackte Stammtischsituationen. Obwohl sich Schöggl zuletzt auch immer wieder in anderen Genres versuchte, fühlt er sich in seinem Stamm-Metier wohl: "Krimis dienen in erster Linie der Unterhaltung und sind fiktiv. Dennoch betreibe ich immer gründliche Recherchearbeiten an den Schauplätzen oder bei Menschen aus der Region, um den Realitätscharakter zu wahren. Das macht mir großen Spaß. Man lernt so auch die Menschen besser kennen und bekommt Einblicke in ihr Inneres." […]

(Markus Hochgatterer, Rezension in: Tips Perg, 26. Woche 2013)