Warenkorb
0€ 0

Kurzbeschreibung

[Hrsg.: Jutta Leskovar ; Maria-Christina Zingerle]
Mit Beiträgen von: Peter Assmann, Martin Schmidt, Sergii Chaikovskyi, Maria Christina Zingerle, Oliver Pfeiler, Viktor Klochko, Elke Kaiser, Vitaliy Otroschenko, Hermann Sauter, Carola Metzner-Nebelsick, Sergiy Makhortykh, Hermann Parzinger, Sergiy Scoryi, Anja Hellmuth, Biba Terzan, Svitlana Bessonova, Yuriy Boltrik, Olena Fialko, Lubov Klochko, Manfred Nawroth, Oleksandr Simonenko, Falko Daim, Deonisiy Kozak, Martin Obenaus, Oleksiy Komar, Roland Urban, Laszlo Bartosiewicz, Erika Gal, Julia Koch



Was wissen wir Sesshafte über das nomadische Leben?

Nur mehr wenige lebende Nomadenkulturen haben bis heute überlebt. Die neue Form des "Job-Nomadismus" einmal ausgenommen, wären als Beispiele zu nennen die Berber in Nordafrika, die Beduinen auf der saudiarabischen Halbinsel, verschiedene kleine Nomadenvölker in Sibirien, im Himalayagebiet, die Nomaden der Mongolei und vielleicht spärliche Reste von Sami in den skandinavischen Ländern und Teilen Russlands.

Das Konzept des Nomadismus widerspricht der modernen politischen Staatsauffassung von klar definierten und kontrollierten Grenzen einer Nation. So wurde und wird versucht, solche dynamischen und dadurch für die herrschende Ordnungsauffassung unkontrollierbaren Systeme festen Strukturen zu unterwerfen.

Dieses Buch versucht der Dynamik und der Bewegung, von der das nomadische Lebenskonzept im Gesamten geprägt ist, Ausdruck zu verleihen. Die vorgestellten nomadischen Völker hielten mehr oder weniger kurze "Gastspiele" in den Steppen des Nordschwarzmeeres und überließen ihren Lebensraum nachkommenden Völkern. Nach der antiken Literatur mehr oder weniger gezwungen, verließen sie ihren Lebensraum, schlossen sich oft den zugezogenen Stämmen an. Nun ist aber sich Zusammenschließen und wieder Auseinandergehen, sich immer wieder neu Formieren, ein Charakteristikum von Nomadenstämmen.