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Kurzbeschreibung

Es war meine Aufgabe, Frühstück zu machen: einheizen, den Tisch decken, Milch erhitzen, Wasser kochen, zwei Esslöffel Bohnen mahlen und unter das Kathreiner Malzpulver mischen, den Filterkaffee aufgießen und ihn warmhalten, weil man nie wusste, wann die Fischer zurückkämen, das hing vom Wind ab, der den Umgang mit den Netzen erschweren konnte, und vom Fang.

Kamen sie spät, konnte das ein gutes Zeichen sein, aber auch ein schlechtes – dann redeten sie auch nach der Heimkehr nichts.

Ich öffnete im Laden Tür und Fenster zum Durchlüften, zerrte den dicken Packen Tageszeitungen über die Schwelle, löste den Spagat und wickelte ihn um ein Stück Pappe, weil bei uns nichts weggeworfen wurde; danach hatte ich die Blätter in Stößen sortiert neben der Münztasse auf die Budel zu legen. Kein Blattrand durfte verschoben sein, ordentlich sollte es aussehen. Die Überschriften interessierten mich nicht, ja, ich wunderte mich, wieso die Leute unbedingt Zeitungen haben wollten.