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Kurzbeschreibung

Wolfgang Stöckl legt im vierten Band seiner mundartkundlichen Bibliothek etwas Einzigartiges vor. Über 2500 Begriffe hat er für sein Scherzwörterbuch zusammengestellt. Wie die Schimpfwörter geben sie Einblicke in die Kulturgeschichte und die Poesie eines Landes.

Wolfgang Stöckl weiß, dass man beispielsweise die Bevölkerung von Pondorf mit der Bezeichnung Bruckenzieger fürchterlich treffen kann. Bei dem Wort Bachhirsch sollen die Weyregger auf die Barrikaden gehen, während die Fornacher angeblich rot sehen, wenn man sie als Eseltreiber tituliert.

Worin dies alles seinen Ursprung hat, lässt sich heute vielfach nicht mehr sagen, allenfalls noch die Oberwanger dürften genau wissen, woher das Schimpfwort Konradschinder für sie kommt. Mit dieser Schelte müssen sie nämlich schon 860 Jahre leben, exakt seit dem Jahr der Ermordung (1145) des Mondseer Abts Konrad in ihrem Ort. Der Vöcklabrucker Germanist Wolfgang Stöckl, ein früherer Deutschprofessor an der Handelsakademie, hat 2900 Hohn und Spottworte in jahrelanger akribischer Feldforschungsarbeit gesammelt und in einem Schimpfwörterbuch für die Nachwelt festgehalten. »Schelten liegen im Gefühlsbereich«, konstatiert Stöckl, »kommen aus dem Bauch heraus und entziehen sich der Kontrolle durch den Verstand, daher auch weitgehend einer klaren Definition.« Doch sie zeigen Anschaulichkeit, Bösartigkeit, Humor und schöpferische Kraft der Mundart beziehungsweise der Sprecher.

In der Literatur wird zwischen Rüge- und Schimpfwörtern unterschieden, wobei die Übergänge meist fließend sind. Wolfgang Stöckl unterteilt seine Spott- und Hohnwörtersammlung in Personen- und Sachschelten.

Wolfgang Stöckl legt im vierten Band seiner mundartkundlichen Bibliothek etwas Einzigartiges vor. Exakt 2600 Begriffe hat er für sein Scherzwörterbuch zusammengestellt. Wie die Schimpfwörter geben sie Einblick in die Kulturgeschichte und die Poesie eines Landes.