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Kurzbeschreibung

[Hrsg.: Ferdinand Altnöder ...]


Folgt man Gerhard Rühms sICHtbaren Spuren konsequent durch sein wort-bildnerisches Schaffen, so lassen sich zahlreiche Fragmente (s)eines Ichs auffinden, als gleichsam verbal visualisierte Boten (s)einer Abwesenheit, als symbolische Platzhalter eines Ichs mit transitorischem Charakter und polyfunktionalen semantischen Besetzungsmöglichkeiten.Rühm verwendet hier ausschließlich Einzelwörter, in sich ruhende Einwortaussagen als ikonische Zeichen, die wie metaphorische Unikate raumgreifend Platz finden, radikal isoliert aus grammatischen Zusammenhängen, vorgeblich referenzlos. Und doch tragen sie die Befähigung zur Kommunikation in sich: Indem sie sich aus einem anderen Begriff herausschälen und nun sowohl Teil dessen sind als auch völlig autonom eine neue Wortinsel bilden.