Warenkorb
0€ 0

Kurzbeschreibung

[Hrsg. von Andrea Welker]


Der Kulturhistoriker Jacob Burckhardt teilt das Schicksal vieler Klassiker. Die Heerscharen seiner Verehrer stilisierten ihn zur Lichtgestalt und wiesen ihm einen Platz im Pantheon der Meisterdenker zu. In den Augen seiner zahlreichen Bewunderer verkörpert Burckhardt die besten Traditionen der abendländischen Geistesgeschichte: eine humanistische Grundhaltung, Sicherheit im ästhetischen Urteil, stilistische Meisterschaft, zeitkritischen Sinn und visionäre Gaben. Die bewundernden Urteile über «Basels großen Sohn» sind denn auch Legion. Trotz oder gerade wegen seiner Randstellung innerhalb der Zunft gilt der Basler Gelehrte als einer der grössten Historiker deutscher Zunge überhaupt.

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg vertrat Friedrich Meinecke die Ansicht, dass dieser tiefer in die Nachtseite der Geschichte hineingeleuchtet habe als Leopold von Ranke und seine Zeitgenossen. Werner Kaegi, sein Biograph, sah in Burckhardt einen Mann über den Zeiten und hob dessen außergewöhnliche Seherfähigkeiten hervor. 1957 beschrieb ihn der Publizist Valentin Gitermann als «feindifferenzierten Ästheten». Und Fritz Stern hat ihn erst vor kurzem noch als «großen Moralisten» charakterisiert …