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Kurzbeschreibung

Es war in Früahling, vor a paar Jahr, wia de Gschicht passiert is, z’Wean am Yppenplatz, in sechzehnten Bezirk ….

So harmlos und gemächlich beginnt die erste Erzählung "Das doppelt gestohlene Fahrrad".

Doch Glechners Prosa hat es faustdick hinter den Ohren, obwohl oder gerade weil sie scheinbar naiv, wie die buchstäbliche Unschuld vom Lande daherkommt. Die Erzählungen ranken sich um die skurrilen Erlebnisse von Provinzlern, die sich in der Großstadt behaupten lernen – mithilfe einer merkwürdigen Mischung aus unbeirrbarem Hausverstand und einer Portion verstiegener Philosophie.

Die saftige Ausdrucksweise seiner Innviertler Heimat verleiht Glechners Texten authentische Lebendigkeit.

So dass man, vor Spannung und Vergnügen, erst im Nachhinein vielleicht bemerkt, dass diese Geschichten auch deshalb so mitreißend wirken, weil sie – weit über den Stadt-Land-Konflikt hinaus – den Kampf jedes Einzelnen zum Thema haben, den – in diesem Fall erfolgreichen – Kampf des Individuums gegen seine totale Verwaltung und Gleichschaltung.

Der Dialekt als Erzählsprache – hier ein logisches Stilmittel – unterstreicht unterhaltsam und eindrucksvoll das Festhalten am Eigenen, Persönlichen, als Schwimmer gegen Strom und Masse.





„Die Niggolausaggademie“ aus „Jetzt schlagt's dreizehn“ (DarstellerInnen: Wolfgang Glechner, Heidi Wimmer, Regie, Kamera: Bes Production, Andreas Pflügl, 2009) bei dorf tv