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Kurzbeschreibung

Peter Assmann …


Die Suche nach dem Abbild lässt dem Menschen seit seinem Ursprung keine Ruhe. Die Schattengestalt, geworfen oder projiziert von der Sonne, ist im strengen Sinne des Worte die erste Foto/Grafik, so wie das chinesische Schattentheater der Vorfahre des Kinematografen ist. Platons Höhlengleichnis erscheint also wie die Vorstufe, der ideelle Entwurf des verdunkelten Saales, wie wir ihn im Cinéma, im Filmtheater, im Kino wiederfinden – wo das Licht und die bewegten Erscheinungen von hinten kommen, wo die auf der Leinwand sichtbare Welt zum Abbild geworden ist, eine belichtete Kopie eines lebensechten Originals. In Deutschland sind die ersten künstlerischen Schöpfungen, die sich des Fotokopiergeräts bedienen, das Verdienst von Josef Beuys, dessen Bilderserie über Greta Garbo 1964 entstand. Das Verdienst des Pioniers fällt trotz allem Timm Ulrichs zu, dem Konzeptkünstler, der 1967 Kopigrafien herstellt, die unter den ersten sind, welche eine Aufarbeitung der Eigenart des Mediums und damit eine ästhetische Reflexion ermöglichen.

Vorliegender Band gibt die wesentlichen Erkenntnisse des Symposiums „Zeichnung und Medium Fotokopie“ in Gmunden 1997 wieder, zusätzlich sind Abbildungen von Werken wiedergegeben, die sich des Mediums Kopiergerät bedienen: Siegrun Appelt, Margret Eicher, Rudolf Huber-Wilkoff, Peter Huemer, Andreas Ilg, Johann Jascha, Gabriele Klages, Gloria Zoitl, Fabio Zolly.