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Kurzbeschreibung

Es sind insgesamt 25 Wegziele, die durch Beobachtung und Reflexion einsichtig gemacht wurden. Man verfolgt die Routen auf dem heutigen Stadtplan und es geht einem ähnlich wie manchen anderen Lesern, die man dem Buch zahlreich wünscht, dass man selber von einer persönlichen Wiedererkennung in die andere fällt.

So wird die Stadt in vielerlei Facetten sichtbar. Es ist persönliche Privatgeschichtsschreibung, die sich da vollzieht, und in einer Zeit gutgeheißen werden soll, der angesichts ihres Übermaßes an mechanisch abrollender Wissenschaftlichkeit das mitmenschliche Element abhanden zu kommen droht.


Rezensionen
Christopher Buzas: „Linz hat sich zu einer Kulturstadt entwickelt“

Kreativität liegt der Familie Androsch wohl im Blut. Während Peter als Komponist Karriere machte, hat sich sein Bruder Günther Androsch (59) der Literatur verschrieben.

In seinem zweiten Werk hat er sich mit der Landeshauptstadt auseinandergesetzt. Unter dem Titel „Linz – Orte, Begegnungen und Begehungen“ schildert Androsch seine Eindrücke von verschiedenen Vierteln der Stadt. Mit den OÖNachrichten sprach er über sein Werk und den Wandel der Stadt.


OÖNachrichten: Sie haben keinen typischen Stadtführer verfasst, sondern schildern 25 Begegnungen mit Stadtteilen. Wie viele neue Seiten haben Sie dabei entdeckt?

Günther Androsch: Neue Seiten insofern, als man als langjähriger Linzer immer wieder neue Sachen entdeckt und darüber staunt. Ich habe zum Beispiel das Bratwurstglöckerl gekannt. Ich habe dort einen Termin gehabt und war zu früh dort. Darum bin ich spazieren gegangen und habe so die Haydnstraße entdeckt. Dort steht eine vom ehemaligen Stadtbaudirektor Curt Kühne erbaute Siedlung, die ich nicht gekannt habe.

Sind Sie mit dem Vorsatz, ein Buch zu schreiben, spazieren gegangen, oder hat sich die Idee zufällig aufgrund Ihrer Erkundungstouren ergeben?

Den Vorsatz, darüber ein Buch zu schreiben, hatte ich nicht. Bei meinen Spaziergängen habe ich Notizen gemacht, und bei einer Rast habe ich etwas formuliert. Ich habe das dann ein paar Mal gemacht. Drei meiner Texte wurden im literarischen Jahrbuch der Stadt Linz des Vorjahres veröffentlicht. Daraus ist dann das Buch entstanden.

Hauptberuflich sind Sie an der Bibliothek der Johannes Kepler Universität beschäftigt. Sind Sie deshalb zum Schreiben gekommen?

Nein, ich habe immer schon geschrieben. Ich bin studierter Physiker. Aufgrund meiner Neigung zu Büchern bin ich dann im Bibliothekswesen gelandet.

Was fasziniert Sie am Schreiben?

Mich fasziniert vor allem die Freude an der Sprache und am Formulieren von Texten. Dazu gefällt mir die historische Komponente, dadurch stößt man immer wieder auf Überraschungen.

Welcher Stadtteil hat Sie bei Ihren Spaziergängen am meisten beeindruckt?

Das war die Siedlung in der Haydnstraße, weil dort die Architektur der Häuser so ungewöhnlich ist. Vorbild dafür war eine Berliner Siedlung.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Stadt?

Das ist für mich das Steinmetzplatzl in Alt-Urfahr. Dort herrscht eine gewisse Idylle mit dem Gastgarten vom Rauscher direkt an der Donau. Dazu ist es ruhig und verkehrsberuhigt.

Nach dem Hochwasser mag die Frage seltsam klingen, aber nutzt Linz die Lage an der Donau genügend?

Es hat sich sehr viel geändert. Alt-Urfahr hat sich entwickelt, auch der Bereich beim Lentos ist sehr belebt. Tot ist der Bereich beim Römerbergtunnel, aber das lässt sich halt nur schwer ändern.

Was macht Linz für Sie zu einer besonderen Stadt?

Das ist zwar ein Klischee, aber Linz hat sich von einer Industriestadt wirklich zu einer Kulturstadt entwickelt. Es wurde ein attraktives Stadtbild geschaffen, auch der Tourismus hat zugenommen.

(Günther Androsch im Gespräch mit Christopher Buzas in den Oberösterreichischen Nachrichten vom 21.6.2013)


http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/Linz-hat-sich-zu-einer-Kulturstadt-entwickelt;art66,1143698