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Kurzbeschreibung

[Katalogred.: Peter Assmann …]


Über die Bedeutung der Zeichnung im Werk von Max Weiler meint der Kunsthistoriker Wieland Schmied: „Das ist ein Künstler, dessen ausgeführte Zeichnungen bildhaften Charakter haben und gleichrangig und ebenbürtig neben seinen Gemälden stehen.“ (Die Kunst der Linie, Oberösterreichische Landesgalerie, 1998, S. 11).


Weilers Sujet ist die Natur in ihren unterschiedlichsten Erscheinungsformen, Gebirgs- und Waldlandschaften, Vegetatives und Wetterstimmungen sind seine Bildthemen, wobei es ihm nie um die Darstellung topographischer Details geht. Vielmehr steht eine spirituelle, meditative Anschauung der Natur im Mittelpunkt: „Mein Werk ist ein geistiges. Dies verbindet mich mit Strömungen, die in gebirgigen Ländern von China bis Tirol vorkommen. […] Meine Arbeit hat nichts mit Religion zu tum, wohl aber mit Schöpfung“ meint Max Weiler 1972.

Max Weilers umfangreiches Werk fügt sich in die Tradition der Abstraktion ein, die die Kunst der Moderne und des gesamten 20. Jahrhunderts geprägt hat wie keine andere Strömung. Anfang der 60er Jahre erreicht die Entwicklung der Abstraktion in seinem Werk ihren ersten Höhepunkt in den Serien „Wie eine Landschaft“ und „Als alle Dinge…“, aus denen eine Reihe ausgewählter Werke auf Papier, vor allem Tusche- und Eitemperaarbeiten, in der Ausstellung gezeigt werden.

Einen besonderen Höhepunkt der Ausstellung bilden die Entwürfe für das Altarbild in der Friedenskirche (Christkönigskirche) in Linz-Urfahr aus den Jahren 1950/51, die den Entstehungsprozess dieses großformatigen Freskos (10 x 9 m) auf einzigartige Weise dokumentieren. Die Studien und Entwurfsarbeiten zu dieser „Apokalypse des Johannes“, deren Zentrum die Darstellung der heiligen Dreifaltigkeit einnimmt, wurden zum Teil noch nie in der Öffentlichkeit präsentiert und sind gerade für die Linzer Bevölkerung von besonderem Interesse.

(Oberösterreichische Landesgalerie)