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Kurzbeschreibung

[Hrsg. von Lothar Schultes]


Obwohl er bereits 1900 gemeinsam mit Signac, Giacometti, Kupka, Stöhr und Stuck in der Wiener Sezession ausstellte und sich seine Werke in vielen Museen befinden, bleibt der Maler, Zeichner und Illustrator Maximilian Liebenwein auch heute noch zu entdecken. Die umfangreiche Monographie wird die monumentalen Bildzyklen, aber auch die intimen Werke des Künstlers zeigen und ihn als Maler, Graphiker und Entwerfer vorstellen.

Liebenwein studierte in Wien, Karlsruhe und München. Sein wichtigster Lehrer war Heinrich von Zügel, dem auch seine frühen Tierbilder verpflichtet sind. 1899 zog Liebenwein nach Burghausen, wo er einen heute nach ihm benannten Turm der Burg als Wohnung und Atelier einrichtete. Als Mitglied der Wiener Sezession fand er den ihm eigenen, von der Vollkommenheit der Linie bestimmten Stil und eine Thematik, die Christen- und Heidentum, Mythos und Legende, Wirklichkeit und Phantasie auf sehr originelle und teilweise ironische Art verbindet. Einen Höhepunkt seines Schaffens bildete der dreiteilige Zyklus der Amazonenjagd, dem 1910 ein Saal der Internationalen Jagdausstellung in Wien gewidmet war. Mit Linz ist Liebenwein vor allem durch den Fries im Empfangsraum der Allgemeinen Sparkasse verbunden.

Die Verstrickung Liebenweins in die Weihekunst der Wiener Secession folgte den Bahnen der allgemeinen Entwicklung – nämlich von Westen nach Osten, von der Münchner Zeitschrift »Jugend« und ihrem legendären Linien- und Flächen-Illustrationsstil zum danach benannten Wiener Jugendstil. Bevorzugte Sujets, die Liebenwein illustrierte, waren Märchen, religiöse Legenden, das Marienleben sowie religiöse Themen. Mit dem Ersten Weltkrieg geriet diese heile Welt aus Mythen und Legenden aus den Fugen. Nach diesem Krieg zieht sich Liebenwein nach Burghausen zurück – sein Kunstwelt-Engagement beschränkt sich auf gelegentliche Teilnahmen an Secessionsausstellungen.