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Kurzbeschreibung

In zwei Wochen hatte ich viermal das Gefängnis gewechselt. Am 15. März, dem Tag nach Hitlers Einzug in Wien, war ich verhaftet worden. Bei jeder Verlegung hatte ich die stille Hoffnung: Vielleicht ist es doch die Entlassung …

Ich war in den Augen der Nazis schwer belastet. In Hunderten von Zeitungsartikeln, die mit meinem vollen Namen gezeichnet waren, hatte ich Hitler und sein Regime scharf bekämpft. Dutzende von Drohbriefen hatten mir die blutige Rache der Nazis angekündigt …

Aber der Gefangene hofft immer. Der Gefangene gewöhnt sich an alles: an das Schlafen auf dem bloßen Boden, an Schmutz, an Hunger, an Beschimpfungen nur an eines gewöhnt er sich nicht: daß nun das Leben zu Ende sein und die Welt für immer hinter einem vergitterten Fenster liegen würde.