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Kurzbeschreibung

[Ausstellung … 1.04. - 15.05.2006, aktuelle Kunst in Graz - Galerientage 2006, Minoriten-Galerien im Priesterseminar, Graz]
[Ed.: Adam Budak ; Johannes Rauchenberger]


Immer, wenn ich mir etwas anschaue und später darüber nachdenke, habe ich Lust, es von allen unnötigen Dingen zu säubern. Egal ob das Ding von mir stammt oder von jemand anderem. Ich möchte mich auf sein wichtigstes Element konzentrieren. Ein weiteres Anliegen ist mir, das »Objekt« aus seinem Wirklichkeitszusammenhang zu reißen, der nicht mehr von Belang ist. Es erscheint mir unmöglich, das Foto einer Person ins Atelier zu bringen und es nicht aus diesem Kontext »herauszuschneiden«, besonders, weil dieser Kontext für gewöhnlich fast nie besteht: es ist ganz normales Schwarzweiß- oder Farbpapier. Ein Hintergrund (wie das Wort selbst schon andeutet) ist unnötig, da es sich bei dem, was fotografiert wird, normalerweise nur um »ein einzelnes Etwas« handelt. In Gedanken, im Gespräch habe ich ähnliche …

Beim Schreiben, andererseits, verwende ich gerne drei Punkte und setze sie an die Stelle unnötiger Wörter wie »auf« oder »für«. In meinem Arbeitsbereich sollte auch alles von überflüssigen Gegenständen gesäubert und entleert sein. Sie haben Recht. So ähnlich ist das auch bei meiner Malerei gewesen. Es handelte sich hauptsächlich um Farbarrangements, bei denen die Form auf ein Minimum reduziert war … Die gewählte Farbe war auch auf einen einzigen Farbton beschränkt. Jedoch dauerte es manchmal sehr lange, diese Farben aufzutragen. Ich schichtete langsam, ein wenig wie bei Ikonen, eine Schicht auf die andere.

(Marta Deskur)