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Kurzbeschreibung

für Notizen und Zeichnungen, unliniert, olivgrün mit Leseband und schwarzem Leinenrücken


Rezensionen
Claus Pándi: Das schönste Geschenk!

Bücher werden heute viele unter dem Weihnachtsbaum liegen. So viele wie lange nicht, berichten Bekannte und Händler. Romane, Lexika und Bildbände zählen heuer nebst Elektronikspielzeug, Schmuck und Mode zu den beliebtesten Geschenken. Bücher bekommen vor allem Menschen, von denen angenommen wird, sie hätten bereits alles. Beruhigend zu wissen, dass das gedruckte Wort diesen Wert behalten hat, im Zeitalter von Internet und SMS.

Verglichen mit anderen Präsenten, zählen Bücher zu den vergleichsweise eher preiswerten Gaben. Und sie beweisen, dass der Wert eines Geschenkes nicht an den Kosten bemessen werden kann. Hoher materieller Wert steht bisweilen auch in obszönem Gegensatz zum ideellen Wert.

Ein besonders feines Buch-Geschenk hat sich in diesem Jahr der Waldviertler Verleger Richard Pils von der "Bibliothek der Provinz" für (Geschäfts-)Freunde einfallen lassen: ein in dunkelroten Karton und graues Leinen gebundenes Buch samt Lesebändchen mit etwa 120 Seiten - unbedruckt, blütenweiß. Das vielleicht schönste Geschenk zu Weihnachten 2006.

Man könnte es ganz profan als Notizbuch von hohem Nutzwert sehen. Oder als viel mehr. Leere Seiten, symbolisch für das kommende Jahr, das es noch mit Geschichten zu füllen gibt. Oder als Aufforderung, es mit Gedanken für sich oder einen nahestehenden Menschen zu füllen. Oder sie einfach weiß zu lassen.

Der Blick auf die unbedruckten Seiten ist wohltuend, regt zum Nachdenken an. In einer Welt, in der es immer schneller, immer mehr Informationen gibt, die aber immer ungenauer werden, hat das etwas höchst Beruhigendes.

Ein leeres Buch ist wie Stille. Stille, nach der wir uns sehnen. Genießen wir diese Ruhe für Aug und Ohr. Grell und laut wird ohnehin bald wieder.

(Claus Pándi in der: Kronenzeitung, 24.12.2006 [?], S. 9)