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Kurzbeschreibung

Ein Bauer und ein Lehrer, zwei gute Freunde, waren öfters gemeinsam unterwegs. Eines Tages war geplant, in eine Nachbargemeinde zu einem Tarockabend bei einem bekannten Wirt zu gehen. Bei diesem Wirt ging es schon lustig zu. Die Tische waren schon von den Männern im Dorf besetzt. Es war noch ein Tisch frei für die Männer vom Nachbarort. Der Wirt selbst und sein Bruder setzten sich zu den beiden von der Nachbargemeinde und sogleich begann das Kartenspielen. Es war zwei Uhr nachmittags. Mit Eifer und Freude waren alle der Anwesenden dabei. Die Spielkarten flogen nur so hin und her. Die fesche Wirtin sorgte dafür, dass keiner der Kartenspieler Durst zu leiden brauchte.

Mancher der Spieler konnte schon einen Gewinn einstecken. Die Zeit verging wie im Flug, der Abend war längst vorbei. Es war bereits zwei Uhr nachts geworden. Die Spieler waren schon nach Hause gegangen. Plötzlich wurde dem Lehrer schlecht. Schnell lief er auf die Toilette, er musste erbrechen – in die Waschmuschel. Sein Freund ging ihm nach und war ihm behilflich beim Abspülen des Beckens.

Am nächsten Tag läutete das Telefon bei seinem Freund. Der Lehrer sagte: »Bitte, lieber Alois, fahre mich nach Leopoldschlag, ich habe gestern meine Zähne verloren. Ich kann so nicht Unterricht halten.« Der Freund fuhr ihn also hin. Sie suchten im Wirtshaus die Toilette ab, fanden aber keine Zähne. Der Fahrer sagte: »Mein Bruder ist Totengräber, der hat bei einem Grab diese Zähne gefunden.« Er langte in seine Rocktasche. »Probier’ diese Zähne, vielleicht passen sie dir.« »Und wie die passen, direkt besser als die meinen«, sagte der Lehrer.

Der Bauer hatte bei Nacht, als der Lehrer die Zähne mit dem Erbrochenen im Waschbecken liegen ließ, weil er sich in seinem Dusel nicht mehr auskannte, alles abgespült, die Zähne gewaschen und in seine Rocktasche gesteckt. Beim Nachhausefahren hatte er ganz vergessen, dass er die Zähne dem Mann geben sollte. Als Ausrede erzählte er nun die Geschichte von seinem Bruder, dem Totengräber.