Warenkorb
0€ 0

Kurzbeschreibung

[Anlässlich des Proseminars „Sinn und Subversivität der Bücher“ an der Universität Klagenfurt, 2012]
Martin Schinagl. Hrsg. von Nathalie Schwaiger


Rocky Freshman hat in über 250 Filmen auf die eine oder andere Weise mitgewirkt. Keine besonders große Zahl, wenn man bedenkt, was ein Leben Platz hat. Im Moment war er drauf und dran, das alles mal für 'ne Weile sein zu lassen. Er hatte was Gediegeneres vor. Gediegen in dem Sinne, dass es keiner verstehen musste. Dass er es nur tun wollte. Keine heilige Idee. Aber 'n gutes Unterfangen, für einen Mann, der alle Seiten des Ruhmes so tief inhaliert hatte.

Am 22. Juni dieses Jahres traf er zufällig Danny im Starbucks. Danny machte gerade 'ne kleine Pause. Für dieses Jahr hatte er sich nichts anderes vorgenommen, als seine 3700 Videobänder zu sortieren. Alles andere war abgesagt. Auch die Frauen. Das war hart für einige von ihnen. Und der Entschluss war keineswegs unumstößlich. Aber zumindest stand er wie 'n Monument im Raum.

Danny sagte: „Rocky, du siehst verändert aus.“
Rocky antwortete: „Ja. Warum?“
Danny: „Warum, das kann ich dir nicht sagen.“
Darauf Rocky: „Na gut. Inwiefern?“
Danny blickte ihn lange an und meinte dann: „Naja. Wie soll ich sagen … zerklüftet …“