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Kurzbeschreibung

Museum Moderner Kunst, Stiftung Wörlen, Passau.
Text Tilman Spengler


Im Werk der 1958 in Niederbayern geborenen Bildhauerin Margit Orlogi fällt besonders die vielfältige und sinnliche Bearbeitung von Oberflächen verschiedener Steinarten ins Auge. In Ihrer Arbeitsweise versucht sie oftmals monumentalen Bruchstücken aus verschiedenen Gesteinsarten wie Marmor, Granit, Travertin, Sandstein, Serpentin oder Diabas durch minimale Eingriffe eine neue Form zu geben und die Beschaffenheit des jeweiligen Steines durch ihre Eingriffe zu erkunden.

Dabei berücksichtigt die Künstlerin einerseits ganz stark die natürlichen Charakteristiken der „naturgewachsenen“ Gesteinsmaterialität, die sie durch behutsame und vorsichtige Arbeitsweise nicht von der ureigenen Steinsubstanz und den Spuren der Entstehungsgeschichte des Materials entfremden will, sondern deren innerem Zustand sie andererseits mit einfacher, klarer und reduzierter Weise begegnet. So werden die Eigenheiten der unterschiedlichen Steine mit den Adern, Brüchen, Einsprengseln und Farbkonnotationen aufgenommen und mittels des kreativen Dialogs der Bearbeitung an der Offenlegung der materiellen Geheimnisses gearbeitet.