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Kurzbeschreibung

Les grands spectacles ; 3
[Hrsg. von Eleonora Louis …]


Der dritte Teil der Ausstellungsreihe «Les Grands Spectacles» im Museum der Moderne auf dem Salzburger Mönchsberg widmet sich den Querverbindungen zwischen bildender Kunst und Musik.

Mit den Futuristen und Dadaisten am Beginn des 20. Jahrhunderts wird das Geräusch zum Medium der bildenden Kunst, wird sowohl das gesprochene Wort als auch der instrumentale Ton klanglich neu interpretiert. In Zertrümmerungs- und Selbstzerstörungsaktionen werden alte Ordnungssysteme zerstört, um zugleich neue Klang- wie Wahrnehmungsereignisse zu gewinnen. Das moderne Leben, die Geräusche der Straße (des Autos, der Flugzeuge, der Maschinen), produziert nun jene Töne, die als Musik definiert werden. Luigi Russolo erfindet Geräuschinstrumente, die so genannten Intonarumori, die die «musikalische Poesie der Technik» artikulieren sollen. Drei dieser merkwürdigen Klangkörper sind in der Ausstellung zu sehen.

Nicht nur die Instrumente werden verändert oder neu erfunden, sie geben auch nicht mehr die gewohnten harmonischen Töne von sich, sondern dem vertrauten melodischen Klang entgegengesetzte Geräusche. In der Ausstellung werden neben der Stimme von Filippo Tommaso Marinetti, die Geräuschinstrumente von Luigi Russolo wie auch Beispiele des Terrororchesters von Günther Uecker und weiterführend die in Europa kaum zu sehenden Instrumente von Harry Partch oder Lochstreifenpartituren für das Player Piano von Conlon Nancarrow gezeigt.