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Kurzbeschreibung

"Ein Katalog über eine Ausstellung, die nicht stattgefunden hat, weil sie in der intendierten Form schlichtweg nicht stattfinden kann, weder organisierbar noch finanzierbar wäre."

Bisherige Ausstellungen unter dem Gesamtthema der "Sinne" haben fast ausschließlich Objekte aus den Sammlungen der Oberösterreichischen Landesmuseen vorgestellt, also das universelle Thema der Sinne anhand der Objekte und dazugehörigen Informationen eines Universalmuseums gestaltet. Das vorliegende Buch greift hier viel weiter aus – um dennoch immer wieder in einer Art von Verankerungsschleife den direkten Bezug zur Perspektive der Region zu finden.

"Über die Sinne" handelt von interdisziplinären Beziehungen zwischen Naturwissenschaften und Künsten. Ein Buch kann klarerweise keine primären sinnlichen Eindrücke vermitteln, sondern sich lediglich an die Vorstellungskraft wenden. Der Reiz besteht darin, einen Beziehungsreichtum herzustellen, der in einer wirklichen Ausstellung kaum umsetzbar ist. Es besteht auch nicht die Absicht, den vielen wissenschaftlichen Untersuchungen eine weitere hinzuzufügen, zumal der Autor einer undisziplinierten Gattung angehürt - entsprechend undiszipliniert werden Verknüpfungen geflochten zwischen wissenschaftlichen Berichten und künstlerischen Werken, Assoziationen zwischen den Genres in Form von Cappriccios und Beschriftungen. Insofern gehört die Publikation eher in die Nähe der literarischen übung. Gleichwohl - so viel wird versichert - werden wissenschaftliche Fakten ordnungsgemäß nach bestem Gewissen wieder gegeben, obwohl bekanntlich selbst die Wissenschaft manchmal zu unterschiedlichen Erkenntnissen kommt.