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Visuelle Poesie

1965 - 2005

Klaus Peter Dencker

ISBN: 978-3-85252-646-1
29 x 24 cm, 318 S., zahlr. Ill.; Vorzugsausgabe: 99 Stück in blauem Leinen, blindgeprägt, mit Poème tr. vis., nummeriert und signiert: € 99
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Kurzbeschreibung

Mit Beiträgen von Hans Peter Althaus, Bernd Evers, Ulrich Fülleborn, Anselm Glück, Eugen Gomringer, Ludwig Harig, Ernst Jandl, Franz Mon, Shutaro Mukai, Friederike Mayröcker, Rea Nikonova, Thomas Ring, Eino Ruutsalo, Gerhard Schmidt-Henkel, Timm Ulrichs, Christina Weiss, Karl Young


Zum 65. Geburtstag von Klaus Peter Dencker wird mit dieser Publikation die erste umfassende Monographie, ein Überblick über sein Werk von 1965 bis 2005, vorgelegt. Sie enthält außer den frühen Texten im Stil des Phantastischen Realis-mus und der Konkreten Poesie die wichtigsten Sequenzen Visueller Poesie in farbiger Reproduktion. Die Publikation enthält eine komplette Bibliographie aller Bücher, Aufsätze, Texte, Textbilder, Sequenzen, Schallplatten/CD-, Hörfunk- und Fernseharbeiten sowie Ausstellungen und Literatur über Dencker seit 1960. In der Bibliographie ist zugleich auch der Bestand der theoretischen und künstlerischen Arbeiten Denckers markiert, der sich in Besitz der Kunstbibliothek Berlin befindet.


Rezensionen
Peter Weibel:

Lieber Klaus Peter Dencker,

habe soeben Dein Buch "Visuelle Poesie (Bibliothek der Provinz)" erhalten und bin begeistert und beeindruckt.
Besonders hübsch ist klarerweise der biographische Teil, wenn man eben die Fotos mit so vielen guten alten Bekannten sieht und auch die Erinnerungen an die gemeinsamen Begegnungen von Hanau bis Hamburg wach werden.

Mit herzlichen Grüßen
Peter Weibel, Prof. Dr. h.c.
Vorstand / Chairman and CEO
ZKM | Zentrum fuer Kunst und Medientechnologie Karlsruhe


Isabelle Hofmann: Klaus Peter Dencker: Sprachspiele - Konkret - Poetisch - Visuell

Kein bildender Künstler, kein Fotograf, kein Filmemacher oder Literat an Alster und Elbe kam zwischen 1985 und 2002 um ihn herum.

17 Jahre lang war Klaus Peter Dencker Leitender Regierungsdirektor der Hamburger Kulturbehörde und – bis auf Musik und Theater – so ziemlich für alles zuständig, was im Bereich Kultur anfiel. Was kaum jemand wusste: Der gebürtige Lübecker mit dem markanten grauen Bürstenschnitt führte ein Doppelleben. In Ahrensburg, seiner Wahlheimat vor den Toren der Hansestadt, legte Dencker den ungeliebten Beamten ab wie eine zu klein gewordene Jacke und widmete sich seiner wahren Profession, der Visuellen Poesie.

[...]

„Ich habe schon als Schüler Gedichte geschrieben“, so Dencker. „Kam in Kontakt mit der Wiener Gruppe um Gerhard Rühm und versuchte auf meine Art Literatur zu visualisieren“. Viel später erst habe er angefangen sich mit Theorie zu befassen, zu sammeln und zu forschen.

[...]

Die Monographie „Visuelle Poesie 1965-2005“, die zu seiner eigenen großen Ausstellung in Erlangen 2006 erschien (herausgegeben von der Kunstbibliothek Staatliche Museen zu Berlin), zeigt ein Foto von 1972, das den damaligen Lehrbeauftragten für deutsche Literaturwissenschaft und Film- und Fernsehkunde an der Uni Erlangen an der Seite von Peter Weibel, Timm Ulrichs und Jochen Gerz zeigt. Dieses Foto ist bezeichnend: Die Avantgarde aus Kunst und Literatur begleitete ihn auf allen beruflichen Stationen – als Redakteur und Filmemacher beim Saarländischen Fernsehen 1975-1985 (wo er übrigens die ersten Filme über Kurt Schwitters und George Grosz drehte), auch noch zwischen Anweisungen, Aktenbergen und Ausschüssen in der Hamburger Behörde. Denckers Arbeiten sind längst Bestandteil internationaler Sammlungen und Museen. Wird Zeit, dass er selbst die öffentliche Anerkennung erfährt, die ihm gebührt.

(Isabelle Hofmann, KulturPort.De - Magazin Kunst Kultur, 3. April 2012)


http://www.kultur-port.de/index.php/kunst-kultur-blog/kunst-kultur-bildende-kunst/4525-klaus-peter-dencker-sprachspiele-konkret-poetisch-visuell.html