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Kurzbeschreibung

[Hrsg.: Agnes Husslein-Arco ... Red.: Eleonora Louis]


Die Sammlung eines Museums kann mit dem Herzen und Charakter eines Menschen verglichen werden. Sie macht ein Haus aus, bestimmt seine Bedeutung im nationalen und internationalen Kontext. Gleichzeitig darf eine Sammlung nie verstauben, sie muss leben und atmen können. Dazu verhelfen Ankäufe und Ausstellungen, Letztere nicht nur in den eigenen Räumen, sondern auch als Leihgaben in anderen Museen. Neben Ausstellen und Vermitteln zählen Sammeln und Bewahren zu den Grundaufgaben jedes Kunstmuseums.

Die Sammlung ist die Schatzkammer eines Museums und daher war ich umso erstaunter, als ich Anfang 2001 das Rupertinum als Direktorin übernahm und herausfinden musste, dass die Salzburger Landessammlung, die sich dort befand, nicht aufgearbeitet war. Es gab nur verstaubte, fehlerhafte Inventarbücher und einen unübersichtlichen Zettelkatalog. Daher war es eines meiner allerersten Anliegen, dieses Chaos zu beseitigen und für eine entsprechende, zeitgemäße Bestandsaufnahme zu sorgen. Diese erfolgte im Rahmen einer wissenschaftlichen Aufarbeitung und Digitalisierung der Sammlung sowie unter Einbeziehung einer fundierten Provenienzforschung. Wert und Bedeutung einer Sammlung, die ja auch maßgeblich zur Identität eines Hauses beiträgt, sind in erster Linie in einem größeren Zusammenhang zu sehen. In den vergangenen 20 Jahren wurde die Sammlung konsequent erweitert und um bedeutende Kunstwerke des 20. Jahrhunderts ergänzt, sodass man heute auf einen umfangreichen und kunsthistorisch eindrucksvollen Bestand blicken kann.

(Agnes Arco-Husslein)