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Kurzbeschreibung

Ein deutsch/englisches Katalogbuch mit Beiträgen von Nanni Balestrini, Lucas Gehrmann, Elke Krasny, Burghart Schmidt, Susanne Witzgall, und einem Gespräch zwischen Petra Ganglbauer und Gertude Moser-Wagner.


Es ist ein Wesen mit drei Herzen und neun Gehirnen, dem Gertrude Moser-Wagner eines ihrer neusten künstlerischen Projekte mit dem Titel Polipologo widmet und das gleichzeitig als wunderbare Metapher für ihren eigenen künstlerischen Ansatz dienen kann. Die Rede ist von einem Oktopus (ital. Polipo). Er besitzt Nervenknoten in jeder seiner acht Tentakel, die eigenständige kleine intelligente Systeme bilden, gleichzeitig aber vernetzt sind mit einem übergeordneten zentralen Nervensystem. Die Künstlerin selbst agiert ähnlich wie dieses Weichtier und stellt ihre Kunst auf unterschiedliche, wenn auch ästhetisch und intellektuell eng verwobene Füße. Ihre „Tentakel“, die sich an der Realität festsaugen und sie ertasten, bestehen neben im Atelier gefertigten Objekten und Filmen, neben Performances und Ausstellungen, auch aus Symposien, die sie als „Installieren von besten Köpfen in einem Raum, Ort und Thema“ bezeichnet. Diese Köpfe wiederum stammen meist aus ganz unterschiedlichen Disziplinen, aus den unterschiedlichsten Tentakeln des kulturellen Geflechts, deren Wissen Moser-Wagner koordiniert und in eine bestimmte Bewegungsrichtung versetzt. Sie verfolgt damit eine kreative Epistemologie jenseits eingetretener wissenschaftlicher Pfade. […] Moser-Wagner sieht ihre Kunst als Forschung an, die das Unsichtbare untersucht und ins Ungewohnte eintaucht. […]

(Susanne Witzgall)