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Kurzbeschreibung

Ein Aphorismus ist ein philosophischer Gedankensplitter, der üblicherweise als kurzer, rhetorisch reizvoller Sinnspruch formuliert und als Einzeltext konzipiert wurde. Keine Aphorismen aus literaturwissenschaftlicher Sicht sind dagegen geflügelte Worte und pointierte Zitate. Typischerweise formulieren Aphorismen einen geistreichen, betont subjektiven Gedanken. Beispielsweise enthalten sie ein originelles Werturteil, eine persönliche Erkenntnis oder Lebensweisheit, erheben aber schon durch ihre bevorzugten Sujets (Moral, Philosophie, Psychologie, Ästhetik, Politik, Sprache, u.a.) den Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Durch ihre Kürze wirken sie auf manche Leser apodiktisch, keinen Widerspruch duldend. Demgegenüber steht die häufig (selbst)ironische und paradoxe Form der aphoristischen Aussage. (Dieser Absatz aus Wikipedia entlehnt)

Es gibt Menschen, die das Aphorismenschreiben für eine aussterbende Kunst halten. Manche sagen, Hablé sei eine der Letzten auf diesem Gebiet.


Die größte Konkurrentin der Wahrheit
ist die Selbstverständlichkeit,
mit der eine Unwahrheit vorgetragen wird.


Abmachungen auf Handschlag mobilisieren die Ehrsamkeit im Menschen.

Eitelkeit
Alles Gute, alles Schöne, alles Kluge ist sie selbst,
um es andern vorzuführen, ist ihr jedes Mittel recht.


Fünftzig Prozent Wahrheit
findet sich in einem Aphorismus,
mit dem man zu hundert Prozent einverstanden ist.



Rezensionen
Peter Pisa:

Oft waren sie am Samstag im TV bei Hein Conrads zu Gast. Sie und ihre "Singende Säge". Von diesem Musikinstrument hört man heute gar nichts mehr. Und auch ihre zweite Kunst, jene der Aphorismen, ist gar nicht mehr in Mode. Im Buch "Wünsche sind ein Lebenszeichen" (erweiterte Ausgabe) zeigt sich die Personalunion - eine CD mit Musik liegt bei, und man kann also gleich doppelt den Mainstream entkommen.

Elfriede Hablé, 1934 geboren, ist nahe an Ebner-Eschenbach. Es ist die Essenz ihres Lebens, wenn sie zum Beispiel philosophiert: "Der aufrechte Gang durchs Leben schließt eine Verbeugung nicht aus." Eine sehr freundliche Dame - mit Biss: Politikerreden bedeuten für sie "Sprachfreiheit für Gedankenlose".

(P. P., Rezension im: Kurier, 7. August 2011)