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Kurzbeschreibung

[Une visite chez Klimt à Vienne | L'atelier à Unter-St. Veit à Vienne
A visit to Klimt in Vienna | The studio at Unter-St. Veit, Vienna]


Herausgeber dieser drei- (viersprachigen) – Deutsch, Englisch, Französisch, (Japanisch) – Publikation ist der Verein Gedenkstätte Gustav Klimt, der sich um die Erhaltung des letzten Ateliers von Klimt in Unter-St.Veit in Wien bemüht.

Sie nimmt Bezug auf einen unangemeldeten Besuch des Japanischen Malers Kijiro Ohta bei Klimt im Jahre 1913 und dessen Auseinandersetzung mit Klimt und dessen Werken, die er nach eigenen Angaben zunächst nicht versteht. Der Band enthält Biographisches beider Künstler (Kijiro Ohta und Gustav Klimt), sowie zahlreiche Abbildungen aus Werken und Kunstsammlungen und diskutiert künstlerische, philosophische und tiefenpsychologische Fragestellungen.


Mit Beiträgen von: Georg Becker, Felizitas Schreier, Johannes Wieninger, Diethard Leopold, sowie Originaltexten von Klimt und Ohta, alle in deutscher, englischer und französischer Version (mit Übersetzerangaben).


Rezensionen
Mathias Ziegler: Koshi: Ohta Zu Besuch bei Klimt

Im Jahr 1912 wechselte der Wiener Maler Gustav Klimt zum letzten Mal seinen Wohnsitz. Er zog von der Josefstädter Straße in ein Häuschen im 13. Bezirk. Dort, in der Feldmühlgasse 11, ist bis heute sein letztes Atelier erhalten geblieben. Im Jahr 2000 wurde das Haus von der Republik, der es seit 1954 gehört, als "historisches Objekt" anerkannt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. "Dieser Status ist jetzt allerdings bedroht", warnt Felizitas Schreier von der Österreichischen Kulturvereinigung, auf deren Initiative die Öffnung des "Atelier-Museums" vor fünf Jahren zurückgeht. Denn das Wirtschaftsministerium plant den Verkauf der Villa, die 1923 über das Garten-Atelier gestülpt wurde.

Mittlerweile hat sich das Museum zu einer Pilgerstätte für Klimt-Interessierte entwickelt. Für diese Klientel hat nun der Verlag "Bibliothek der Provinz" ein Novum parat: Im Jahr 1913 kam der japanische Maler Kijiro Ohta, der in Gent in die Strömung des Impressionismus geraten war, in das Wiener Atelier, um "Klimts Bilder auch zu verstehen". Die Eindrücke, die Ohta im Zuge seines Besuchs in Wien-Hietzing niederschrieb, blieben aber lange Zeit unbeachtet. Erst der japanische Kunsthistoriker Koichi Koshi machte 1990 auf Ohtas Memoiren aufmerksam. 2001 verfasste er eine erste Zusammenfassung des Artikels für die Besucher des Klimt-Ateliers in Wien. Unter dem Titel "Zu Besuch bei Klimt" liegt jetzt die erste ungekürzte Übersetzung vor.

"Um die blumige Sprache Ohtas ins Deutsche richtig übertragen zu können, brauchten wir eine Art Wegbegleiter auf unserer Reise zu Klimt", berichtet Schreier über die Entstehung der Publikation.

Dass das Übersetzerteam gute Arbeit geleistet hat, davon kann sich der Leser selbst überzeugen. Ergänzt durch einen englisch- sowie französischsprachigen Teil, nimmt der Bericht eines Japaners im Klimt´schen Wien den Leser mit auf eine Reise zu einem der größten Maler seiner Epoche.

(Mathias Ziegler, Rezension in: Wiener Zeitung, 3.9.2005)


http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/literatur/buecher/130695_Koshi-Ohta-Zu-Besuch-bei-Klimt.html