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Kurzbeschreibung

[Katalog: Brigitte Reutner]


Einer kunstsinnigen Familie entstammend, wächst die Künstlerin in gutbürgerlichen Verhältnissen im starhembergschen Palais an der Linzer Promenade auf. Nach der Matura im Mädchenlyzeum (der heutigen Körnerschule) besucht sie die Malschulen von Berta von Tarnóczy, Tina Kofler und Matthias May, bevor sie von 1924 bis 1930 an der Akademie der Bildenden Künste in Müchen studiert. Ab 1930 nimmt sie privaten Malunterricht bei Fritz Hoffmann, einem Mitglied der Münchner Sezession.

Ihr erster Erfolg nach absolviertem Studium zeigt sich an einer Ausstellungsbeteiligung im Münchner Glaspalast, jedoch lässt sie der akute Pflegebedarf der Eltern unerwartet und abrupt 1932 in ihre Geburtsstadt zurückkehren. Newald heiratet nicht und bleibt kinderlos. Die Künstlerin gehört jener Frauengeneration an, der durch zwei Weltkriege ihre Jugend genommen wurde. In Folge wurde der ökonomische Druck - die Familie hatte in den 1920er-Jahren ihr Vermögen verloren - bestimmend für ihr weiteres Leben.

Als stille Chronistin ihrer Zeit verfolgt sie konsequent eine subtil poetische Umsetzung von vorwiegend topografischen Motiven aus Linz und den umgebenden Landschaften. Durch ihre langjährige Mitarbeit bei der stadtinternen Regestenforschung sowie ihre umfassende Tätigkeit bei den Linzer Puppenspielen ist sie zeitlebens mit der Stadt verbunden.

(Andrea Bina)