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Kurzbeschreibung

Aus der freien Malerei und Zeichnung entwickelt Jack Bauer immer wiederkehrende Themen, die von Naturwahrnehmung ebenso geprägt sind wie von philosophischen Reflexionen. Erlebtes und Gedachtes aus Alltag und ausgedehnten Reisen verarbeitet er zu Zyklen wie „Zickzack“ oder „Aescher“, die sich spielerisch ergänzen und autobiografische Züge tragen.


Zickzacks Schnauze mäandert als rote Farbe über die Bilderreihe, schnüffelt an strategisch-nackten Frauen, die eine zum Kuss mit dem Nachtvogel bereit, während die andere als Dulcinea den Galan mit Halskrause verlacht. Zwischen ihnen thront souverän der Minotaurus. Es sind Geschöpfe der Nacht und des Schlafs, an denen Zickzack schnuppert. Ein Pandämonium ohne Wenn und Aber, das kein Argument durchdringt, in dem es nur ein intuitives Erschauen oder maximal ein symbolisches Denken gibt. Ahnend und unvermittelt versuche ich die Dialektik der Fantasie zu verstehen. Die Fantasie vervielfacht unsere Welt und uns selbst, nimmt sie und uns auf in einen unendlichen Prozess der Veränderung.

Wenn der Mensch im Zickzack alle bisherigen widersprüchlichen Bestimmungen seiner selbst als Einheit erkennt und damit alle vorherigen Momente aufgehoben, marginalisiert und gleichzeitig aufbewahrt werden, dann liegt darin der intuitive Fortschritt. Und damit jagen wir Zickzack zum Titel.

(Martin Titz)