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Kurzbeschreibung

[Kurator: Martin Hochleitner]


Lotte Lyons Position definiert sich über mehrere charakteristische Begriffsfelder einer gegenwärtigen künstlerischen Praxis. Dazu zählt beispielhaft der Begriff des "Modells". Aus der - mit dem Studium der Bildhauserei in den 1990er Jahren verbundenen - Methode, bestimmte Objektüberlegungen zunächst modellhaft zu erproben und diese Prozessphase fotografisch festzuhalten, entwickelte sich eine immer autonomer funktionierende Bildform, die sich zwischenzeitlich gemeinsam mit den Zeichnungen und Objekten als eine souveräne, dabei jedoch niemals isolierte Werkebene Lyons erweist. Die meist in Serien konzipierten Fotografien erlauben der Künstlerin ein vielfältiges Spiel mit (Licht-)Inszenierungen, Form- und Materialüberlegungen, Dimension und Raumkonzepten sowie Farbwerten. Gleichzeitig wurde die Fotografie von Lyon auch immer stärker für die bildliche Erfassung von realräumlichen Inszenierungen bzw. Konstellationen gewählt. Der Begriff des Modells sit somit nicht zwangsläufig mit der Miniaturhaftigkeit einer künstlerischen Konzeption verbunden. Im Gegenteil: Viele subtil erzeugte temporäre und ephemere Zustände in (privaten) Räumen finden im fotografischen Bild ihre wesentliche Repräsentationsebene.