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Kurzbeschreibung

Anlass des vorliegenden Textes war Wolfgang Pullmanns Aufenthalt in einer Herzklinik. In seiner Novelle nimmt der Autor die in der Antike geübte Praxis der „Sorge um sich selbst“ in Anspruch.

Es ist eine Philosophie der Lebenskunst, die Hilfe bietet, um vom Chaos zur Ordnung zu gelangen. Damit will der Autor Mut machen, auf Anzeichen des Körpers zu achten und sich rechtzeitig in ärztliche Behandlung zu begeben.


Rezensionen
Hermann Schlösser:

Der Autor Wolfgang Pullmann nennt seinen neuesten Prosatext "Anschauungen einer Herzklinik". Darin berichtet er von einer schweren Erkrankung, in deren Verlauf ihm zu Bewusstsein kommt, dass jene "Sorge um sich selbst", von der die antiken Philosophen schon sprachen, im Krankheitsfall ein bedeutsamer Beitrag zur körperlich-seelischen Heilung ist. Im Untertitel wird der Text als "Novelle" bezeichnet, aber er ist eher ein philosophisch-nachdenklicher Krankenbericht.

(Hermann Schlösser, Rezension in: Wiener Zeitung, Extra, 11. Juli 2015, S. 42)


http://www.wienerzeitung.at/meinungen/blogs/litblog/762751_Neues-aus-oesterreichischen-Kleinverlagen.html

Aloisia Altmanninger: Eine unvermeidlich gewordene Herzoperation wird Stoff einer Novelle. (DR)

Gar nicht besonders gravierende Symptome führen den Betriebswirt und Erwachsenenbildner Wolfgang Pullmann zum Arzt. Die Leistung beim Bergwandern lässt nach. Er erhält einen niederschmetternden Befund, eine Herzoperation wird notwendig. In dieser Situation beschreibt er seinen inneren Zustand, seine existenziellen Fragen führen zu ausufernden inneren Monologen. Die Angst vor dem Sterben lässt das Leben draußen verschwinden, nur die Beziehung zu den Ärzten und Therapeuten steht im Blickpunkt, er notiert ihrer aller Namen, das Unwichtige scheidet aus. Die Beziehung zu sich selbst wird ein großes Thema.

Das schmale Buch erinnert nicht nur optisch stark an die "Herznovelle" von Julya Rabinowich, es kann auch als überaus gelungenes Pendant dazu gesehen werden. Die Hauptfiguren reagieren zwar unterschiedlich, die Protagonistin in Julya Rabinowichs Novelle entwirft poetische Bilder und entwickelt eine tiefe Emotionalität, Wolfgang Pullmann findet in der Philosophie Lebenshilfe: Sorge gut für deinen Körper, höre auf seine Signale und lebe mit dem Unvermeidlichen. Eine ausdrucksstarke Sprache und genaueste Beobachtungen sind beiden eigen. Eine lohnende Anschaffung für alle Bibliotheken.

(Aloisia Altmanninger, Rezension in bn.bibliotheksnachrichten #01/2016 [?])


http://www.biblio.at/rezonline/ajax.php?action=rezension&medid=182632&rezid=48686