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Kurzbeschreibung

Gerhard Buchinger ; Manfred Handler (Hg.)


Im Jahr 2008 entstand die Idee zu einem Interview-Projekt mit und über den Grazer Altbürgermeister Alfred Stingl. In siebenjähriger Arbeit sind eine politische Biographie über Alfred Stingl und eine Geschichte der Kommunalpolitik aus vielen Perspektiven entstanden. Der Bogen reicht von seiner Jugend über erste politische Aktivitäten, prägende Begegnungen, bis hin zu seinem Wirken als Bürgermeister der zweitgrößten Stadt Österreichs und darüber hinaus zu seinem unermüdlichen Einsatz für sozial Benachteiligte und als wichtiger Sprecher für Frieden und Menschenrechte.
Wichtige Themen sind sein Engagement in der Kommunalpolitik, sein Mitwirken am Bau der Synagoge und am Wandel von Graz hin zur Stadt der Menschenrechte sowie sein Einsatz beim Projekt „Graz 2003 - Kulturhauptstadt Europas“.
Hervorzuheben sind seine Tätigkeit als Vorsitzender des ORF-Kuratoriums, seine Mitgliedschaft im SPÖ Bundesparteivorstand, seine Initiativen im interreligiösen Dialog, seine internationalen Kontakte und sein Interesse an Kunst und Kultur.
Es werden Bezüge zu Land, Bund und über die Grenzen Österreichs hinaus hergestellt.

Alfred Stingl ist sein Bekenntnis zu Werten wichtig. Er sieht sich als lebenslanges Mitglied der „Wertegemeinschaft Sozialdemokratie“. Der Altbürgermeister hatte im Laufe seines politischen Lebens Augenblicke, in denen er sich in seinem Denken nicht einem besonderen Einzelproblem oder einem besonderen Teil seiner Erfahrung gegenübergestellt sah, sondern der Erfahrung, dem Leben oder dem Dasein als Ganzem. So wurde der „sozialistische Humanist“ ein überzeugter und anerkannter Förderer des interreligiösen Dialogs. In seiner letzten Amtszeit entwickelte sich ein freundschaftlicher Kontakt zum 14. Dalai Lama, Tenzing Gyatso, der bis zur Gegenwart anhält.

Neben der umfassenden Biografie kommen im Interviewteil 44 Weggefährtinnen und Weggefährten zu Wort, erzählen über ihre Erfahrungen aus Gesellschaft, Kultur und Politik und gewähren Einblicke in ihre persönlichen Lebensläufe.


Alfred Stingls persönliche und politische Wertevorstellungen werden im Film „Alfred Stingl - Über Grenzen denken, für Menschen da sein: Ein filmischer Essay“ anhand zentraler Themen abgebildet.

So ist ein vielschichtiges Werk über die Ära Stingl und die Stadt Graz als Lebensraum und politisches Machtzentrum entstanden.
„Alfred Stingl - Über Grenzen denken, für Menschen da sein“ ist kein Auftragswerk. Die Herausgeber sind unabhängig.


Die Gespräche wurden geführt mit:
Wolfgang Benedek, Karl Blecha, Emil Breisach, Kurt David Brühl, Maria Cäsar, Rainer Danzinger, Alfred Edler, Ruth Feldgrill-Zankel, Werner Fenz, Walter Ferk, Heinz Fischer, Klaus Gartler, Ernst-Christian Gerhold, Kurt Gennaro, Alexander Götz, Helmut Griess, Franz Harnoncourt-Unverzagt, Franz Hasiba, Karl-Heinz Herper, Werner Hollomey, Kurt Jungwirth, Tatjana Kaltenbeck-Michl, Ernest Kaltenegger, Gerhard Kasper, Thomas Kenner, Helga Konrad, Helmut Konrad, Jörg Koßdorff, Josef Krainer, Franz Küberl, Richarda Mandl, Wolfgang Messner, Siegfried Nagl, Nikola Obuljen, Hans Pammer, Lore Rieper, Peter Schachner-Blazizek, Markus Scheucher, Grete Schurz, Helmut Strobl, Franz Voves, Johann Weber, Peter Weinmeister, Heidi Zotter-Straka und Alfred Stingl