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Kurzbeschreibung

Karola Niederhuber. Ill. von Eleanor Sommer


Ein roter Hut als Symbol für etwas, was man eigentlich nicht sucht, aber zufällig findet.

Er wird zum ständigen stillen Begleiter, Beobachter, Behüter und Gedankensammler und schließlich zum Titelding eines Gedichtbandes.

„Der rote Hut“ beinhaltet eine Auswahl von frühen Texten, auf die die Autorin während des Schreibprozesses ebenso unverhofft gestoßen ist wie auf den Hut.


ich ging in die stadt
eine tasche zu finden
was mir passierte war
ein roter hut



Rezensionen
Thomas Jorda: Der rote Hut passiert

Die Schauspielerin Karola Niederhuber hat in der Bibliothek der Provinz ihre Poeme herausgegeben.

Spuren hat sie viele hinterlassen in Film und Theater, auch in Niederösterreich. Zwei Mal peppte sie die Musikrevue der Melker Sommerspiele auf, 2013 war sie die mitreißende Rosa im Gutensteiner „Verschwender“, 2014 spielte sie im Wal4tler Hoftheater in Pürbach in der Komödie „Die Affäre in der Rue de Lourcine“. Und 2015 führte Karola Niederhuber im oberösterreichischen Landkrimi „Der Tote am Teich“ ihren Dialekt vor – schließlich ist sie im oberösterreichischen Niederwaldkirchen aufgewachsen.

„Meine Eltern haben eine Nebenerwerbslandwirtschaft. Und dort habe ich gelernt, Kühe zu melken. Wenn bei uns ein Schwein geschlachtet wurde, war mir das zwar immer spooky – aber doch ein großes Erlebnis. Heute noch komme ich gerne heim. Bei meiner Mutter gibt’s den besten Schweinsbraten!“

Viele Jahre hat sie in Deutschland vor allem in Berlin Theater gespielt. Und daneben regelmäßig Gedichte geschrieben, meist kurze Texte, hochsensibel doch voll Kraft und ohne Weinerlichkeit. Erotisches ist in zarten Spuren zu finden und Verliebtheit, „obwohl ich mit meinem Partner damals noch nicht zusammen war“. Heute lebt die Vierzigjährige mit dem – auch in Niederösterreich präsenten – Schauspieler Reinhold Moritz, die beiden haben eine Tochter namens Ilvie („kleine Wölfin“).

Jetzt sind die zarten, berührenden Werke in der Waldviertler Bibliothek der Provinz erschienen, kongenial illustriert von der Berliner Künstlerin Eleanor Sommer, die sie zufällig in Hamburg kennen gelernt hat.

Den titelgebenden roten Hut hat Karola Niederhuber immer noch und zur Buchpräsentation mitgenommen. Immerhin ist er „das Symbol für etwas, was man nicht sucht, aber findet. Er wurde zum ständigen stillen Begleiter, Beobachter, Behüter und Gedankensammler, schließlich zum Titelding des Bandes“.

(Thomas Jorda, Rezension in den Niederösterreichischen Nachrichten, 29. Dezember 2015)


http://www.noen.at/niederoesterreich/kultur-festivals/der-rote-hut-passiert/11.443.355