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Kurzbeschreibung

Mit Texten von Karl Pallauf, Renate Madritsch, Johann Hoffmann, Franz Kaindl


Betrachtet man das Gesamtwerk von Franz Kaindl, wird klar, dass während seines Studiums an der Akademie der Bildenden Künste in Wien von 1950 bis 1955 bei Franz Elster, Josef Dobrowsky, Sergius Pauser und Herbert Boeckl Letzterer den stärksten Einfluss auf sein Werk ausübte.

Es war unvermeidbar, dass in Franz Kaindls Frühwerk abstrakte Tendenzen, die in den frühen Fünfzigerjahren in Wien tonangebend waren, einflossen. Er, der eigentlich alle Vorraussetzungen für die abstrakte Kunst hatte, nutzte sie allerdings nur am Rande.

Betrachtet man seine Werke von der Mitte der Fünfzigerjahre bis in die Sechzigerjahre, sieht man, dass seine Bilder von seinem realen Umfeld inspiriert sind, nur reduziert auf seine abstrakte Form. Kaindl macht daher nie den endgültigen Schritt zur gegenstandslosen Malerei.

Die Wurzeln seiner Kunst reichen weit zurück in das 19. Jahrhundert, bis zum Biedermeier. Ich würde Franz Kaindl einen echten Erben der österreichischen Kunst nennen und die Gründe dafür sind vielfältig. Zunächst ist es die geistige Konzeption als Voraussetzung eines Bildes. Dazu kommt, wie damals auch, die exzellente Maltechnik, wie sie für die Maler jener Zeit selbstverständlich war. Obwohl Kaindls Bilder grundsätzlich keine Geschichten erzählen, sind sie im Kolorit Sauermann und Waldmüller sehr nahe.

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