Gerd Michael Herbig
„Entgegen dem Usus erfolgsverzeichnender Eigenbiographie lege ich Wert darauf, eine bisher durchaus durchschnittliche Lebensertragsbilanz vorzulegen.
Ende 1945 geboren, der Kriegs-und Nachkriegstraumatisierung voll ausgesetzt, die transgenerationell weiter wütet(e). Der Grundschule folgen acht Salzburger Jahre in einem sehr autoritär geführten Internat bis zur Matura. Einer der wenigen Lichtpunkte dieser Lebensphase war der Violinunterricht bei Prof. Alfred Letizky, dem ein Studium bei Prof. Antonio Mingotti folgte. Parallel dazu Musik-, Literatur-, Philosophie-, Soziologie- und Geschichtsstudium in Heidelberg und München.
Der damit scheinbar vorgezeichnete Karriereweg durch eine depressive Lebenskrise unterbrochen.
Dem Buch dürfte ausreichend zu entnehmen sein, was die Arbeitsinhalte meines folgenden Lebens waren und sind. Immer geht es um Impulse gegen die strukturelle Entgeistung der Gesellschaft und – so lange mein Leben währt – wird dies gelten.
Auch für die Zukunft meiner Tochter, die Violinistin ist, und all der anderen jungen Menschen, um mitzuhelfen, nicht in ‚bleierner Zeit‘ leben zu müssen.“