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Kurzbeschreibung

[Eine Kooperation des Szépművészeti Múzeum Budapest und der Oberösterreichischen Landesmuseen.
Katalog zur Ausstellung „Des Kaisers Kulturhauptstadt. Linz um 1600“ der Oberösterreichischen Landesmuseen im Schlossmuseum Linz vom 16. Mai 2012 bis 26. August 2012.
Hrsg. von den Oberösterreichischen Landesmuseen, Direktor Peter Assmann.
Red.: Christina Schmid.
Kataloge der Oberösterreichischen Landesmuseen, N. S. 130]


Kaiser Rudolf II., der wohl größte Mäzen seiner Zeit, wählte Linz als seine Residenz, er hatte große Pläne für die Stadt. Vieles davon wurde verwirklicht, und doch verhinderte unter anderem sein früher Tod die Realisierung des Gesamtkonzepts. Im heutigen Erscheinungsbild der Stadt eröffnen sich uns jedoch immer wieder Fenster in eine Zeit, in der Linz als Angelpunkt für den damals häufig umherziehenden kaiserlichen Hof diente und von einer bedeutenden Adelskultur geprägt war: Das Linzer Schloss, das von Rudolf II. als großer manieristischer Repräsentationsbau angelegt war, oder das Linzer Landhaus als Symbol für das Selbstbewusstsein der Stände sind diesbezüglich beeindruckende Zeitzeugen. Die zahlreichen Freihäuser, die vom Adel oder von geistlichen Institutionen errichtet wurden, erinnern uns daran, dass Linz ein wichtiger Handelsplatz war, an dem sich internationale Kontakte bildeten und vertieften. Auch die Anwesenheit von herausragenden Künstlern wie Lucas van Valckenborch oder Astronomen wie Johannes Kepler prägten die Stadt und ihre Bewohner auf eindrucksvolle Weise.
Die Zeit um 1600 ist auch die Blütezeit der manieristischen Kunst, die uns als Wegweiser in die Geisteswelt der Zeit dienen kann – eine Kunst, die sehr stark die Sinne anspricht, in gleicher Weise jedoch auch den Intellekt fordert.