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Kurzbeschreibung

[Katalogred.: Curd Woeller]


Jelinek veröffentlichte beim „Unternehmen Tagebuch“ während eines Monates in verschiedenen österreichischen Zeitungen private Botschaften in Telegrammform. Das Gesamtvorhaben vermittelte die Anfänge eines strategischen Denkens, das Jelinek in den folgenden Jahren unter der Marke „Sabotage“ zu einem immer differenzierteren Handeln zwischen künstlersicher Praxix und kultur-, gesellschafts- sowie wirtschaftspolitischen Mechanismen weiterentwickeln sollte.

Die im vorliegenden Buch zusammengestellten Zeichnungen können in ihrem Gesamtcharakter von Entwurf, Skizze und tagebuchartiger Notiz sehr eindrücklich vorführen, wie sehr Jelineks Arbeit insgesamt von der Idee der existenziellen und individuellen Reflexion bestimmt wird. Bei aller Professionalität, mit der sich Jelinek im weiten Feld des Betriebssystems Kunst mit vielfältigsten Schnittstellen bewegt, vermittelt gerade die Ikonografie seiner Zeichnungen das hohe Maß an Authentizität nd biografischem Gehalt, das seinen neugierigen Blick auf und aus der Kunst auch stets so spannend erscheinen lässt.